Prichard Colón: Boxer stirbt im Alter von 33 Jahren nach langem Kampf an einer Kampfverletzung
Die Boxwelt trauert um den ehemaligen Boxer Prichard Colón, der im Alter von 33 Jahren verstarb, mehr als ein Jahrzehnt nachdem er sich bei einem Profikampf eine schwere Kopfverletzung zugezogen hatte. Der Sportler befand sich seit 2015 im Wachkoma, als ein illegaler Schlag auf den Kopf während eines Kampfes seine vielversprechende Karriere beendete und ihn in eine lange Leidenszeit stürzte.
Die Nachricht von seinem Tod gab sein Vater Richard Colón in einem Beitrag in den sozialen Medien bekannt. „Ich bedauere, Ihnen mitteilen zu müssen, dass mein Sohn Prichard diese irdische Welt verlassen hat“, schrieb der Vater und fügte hinzu, dass sein Sohn „jetzt in einer besseren Welt ist“. Er bedankte sich auch für die jahrelange Unterstützung und Gebete, die die Familie erhalten hatte.
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Prichard Colóns Erfolgsgeschichte vor dem tödlichen Kampf
Prichard Colón, geboren in Florida, zog als Kind nach Puerto Rico und machte sich in der Amateurboxszene schnell einen Namen. Sein Können und sein Engagement führten dazu, dass er vor seinem 20. Lebensjahr fünf nationale Amateurtitel und eine Goldmedaille bei den Panamerikanischen Jugendspielen gewann.
Ebenso beeindruckend war sein Übergang zum Profiboxen im Jahr 2013. Colón kämpfte im Superweltergewicht und stellte einen Rekord von 17 Kämpfen auf, von denen er 16 gewann, mit 13 Knockouts. Einer seiner bemerkenswerten Triumphe war gegen die ehemalige WBA-Meisterin Vivian Harris im September 2015, als er seine Gegnerin in der vierten Runde ausschaltete.
Details des Kampfes, der 2015 das Leben des Boxers veränderte
Einen Monat nach seinem Sieg über Harris traf Prichard Colón im Oktober 2015 in der EagleBank Arena in Fairfax, Virginia, auf Terrel Williams. Der damals 23-jährige Colón erlitt während des 10-Runden-Kampfes eine Reihe von Schlägen, darunter einen illegalen Schlag auf den Hinterkopf, der als „Rabbit Jab“ bekannt ist.
Aufnahmen aus dem Kampf zeigen, wie Williams Colón in der siebten Runde in den Hinterkopf schlägt, was offensichtlich zu einer Betäubung führt. Williams wurde für den irregulären Treffer bestraft. Auch nach einer kurzen Untersuchung in seiner Ecke ging der Kampf weiter.
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Colón wurde in der neunten Runde zweimal niedergeschlagen. Die Situation verschlimmerte sich, als sein Eckball versehentlich seine Handschuhe auszog, weil er dachte, es sei die letzte Runde und der Kampf sei vorbei, was zur Disqualifikation von Colón führte.
Der 11-jährige Kampf gegen die Folgen einer Hirnverletzung
Nach dem Ende des Kampfes zeigte Colón in seiner Umkleidekabine Symptome einer Kopfverletzung. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert, wo er sich einer Notoperation unterzog, um den Druck auf sein Gehirn zu lindern. Obwohl er überlebte, waren seine Verletzungen irreversibel und zwangen ihn, sich vorzeitig vom Boxen zurückzuziehen.
In den folgenden Jahren lebte Prichard im Wachkoma, benötigte ständige Pflege und saß oft im Rollstuhl, wie Bilder zeigen, die sein Vater geteilt hatte. Die Familie pflegte eine Routine der Überwachung und Unterstützung, die mehr als ein Jahrzehnt andauerte.
Die Auswirkungen der Colón-Tragödie auf die Sicherheitsregeln beim Boxen
Der Fall von Prichard Colón löste in der Boxgemeinschaft tiefe Überlegungen über die Sicherheit von Sportlern aus. Der World Boxing Council (WBC) würdigte den Kämpfer und beschrieb ihn als „ewigen Champion“ und „Ikone der Tapferkeit“. Die Organisation hatte Colón bereits zum „Ehrenweltmeister“ ernannt und ihm den grün-goldenen Gürtel verliehen, den er ihrer Meinung nach immer verdient hatte.
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Die Colón-Tragödie hatte auch direkte Auswirkungen auf die Überprüfung und Stärkung der Sicherheitsstandards im Sport. Die WBC gab an, dass der Fall sie dazu inspiriert habe:
- Sicherheitsstandards kategorisch verstärken.
- Nehmen Sie „Null-Toleranz“ für Schläge auf den Hinterkopf (Kaninchenschläge) an.
- Führen Sie strengere medizinische Protokolle ein, um die Gesundheit von Boxern zu schützen.
Das Vermächtnis von Prichard Colón geht über seine Siege im Ring hinaus und dient als ergreifende Erinnerung und Katalysator für die Verbesserung des Athletenschutzes in einer Hochrisikosportart. „Ruhe in Frieden, lieber Prichard. Dein Vermächtnis und dein Lächeln werden für immer in unseren Herzen weiterleben“, hieß es in einer Erklärung des WBC.
















