Wärmeres Wasser führt zu Rekord-Stachelrochenangriffen an kalifornischen Stränden
Seit Anfang 2026 wurden an den Stränden Südkaliforniens mehr als 3.100 Stachelrochenangriffe registriert, mit alarmierenden Zahlen in den Regionen Bolsa Chica und Huntington im Orange County. Das Szenario, das die Prognosen für das gesamte letzte Jahr bereits um das Doppelte übertroffen hat, ist eine Warnung für Schwimmer und Behörden an der Westküste der Vereinigten Staaten. Die Situation wurde am 15. August 2026 bekannt gegeben.
Besorgniserregende Zunahme der Vorfälle in Küstengebieten
An den Stränden Kaliforniens kommt es zu einem starken Anstieg der Vorfälle mit Stachelrochen. Allein in Bolsa Chica und Huntington gab es mehr als 3.100 Fälle. In der Stadt San Diego zählten Rettungsschwimmer in diesem Jahr rund 1.000 Menschen, die von Stachelrochenstichen heimgesucht wurden, eine Zahl, die höher ist als in jedem ersten Halbjahr der letzten fünf Jahre. Dieses Szenario wirft Bedenken hinsichtlich der Sicherheit in Küstengewässern auf.
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Steigende Meerestemperaturen locken Stachelrochen an die Küste
Experten weisen darauf hin, dass der Hauptgrund für die Zunahme der Angriffe die Erwärmung des Pazifischen Ozeans ist. Hohe Temperaturen schaffen für Stachelrochen günstigere Bedingungen, um sich flachen Gewässern zu nähern, genau dort, wo sich Badegäste häufig aufhalten. Bryan R. Etnyre, Leiter der Staatsparks im Norden von Orange County, sagte, die Temperaturen seien konstant in den 50ern geblieben.
Er sagte auch, dass es dieses Jahr keine einzige Woche im Winter gegeben habe, in der die Wassertemperatur unter 15 °C gefallen sei, was direkt zur größeren Präsenz dieser Tiere in den Badegebieten beitrage.
Auswirkungen von El Niño und die geografische Ausbreitung der Arten
Die Kombination wärmerer Gewässer, verstärkt durch die mit dem El Niño-Phänomen verbundenen Bedingungen, führt dazu, dass eine größere Anzahl von Stachelrochen aus weiter südlich gelegenen Regionen an die kalifornische Küste zieht. Chris Lowe, Professor für Meeresbiologie an der California State University in Long Beach, erklärte, dass Stachelrochen ursprünglich eine subtropische Art seien. Aufgrund des Klimawandels finden sie jedoch ideale Bedingungen zum Gedeihen vor und erweitern ihr geografisches Verbreitungsgebiet.
Lowe betonte, dass es während El Niño einen größeren Zustrom dieser Tiere aus dem Süden gibt, der sie näher an die Küste bringt. Daher rechnen Forscher im Jahr 2026 mit einer Rekordzahl an Fällen.
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Warum konzentrieren sich Stachelrochen in seichten Gewässern?
Die in der Küstenregion lebenden Stachelrochen haben die Angewohnheit, teilweise im Sand vergraben zu bleiben, insbesondere in warmen, flachen Gewässern. Dieses Verhalten führt zu einer gefährlichen Interaktion mit Schwimmern, da sich mehr Tiere und mehr Menschen den gleichen Raum teilen. Professor Chris Lowe veranschaulichte die Situation mit der Bemerkung, dass es an einigen Stellen des Strandes möglicherweise so viele Stachelrochen gebe, dass man den Sand am Meeresgrund nicht sehen könne.
Weniger Raubtiere und die Populationsdynamik von Stachelrochen
Ein weiterer Faktor, der möglicherweise zum Wachstum der Stachelrochenpopulation beiträgt, ist der Rückgang ihrer natürlichen Feinde. Tiere wie bestimmte Haiarten, Seelöwen und Riesenzackenbarsche, die sich von Rochen ernähren, würden weniger Druck auf sie ausüben. Diese Verringerung der Raubtiere begünstigt eine Zunahme der Individuenzahl der Art und verstärkt ihre Präsenz in Küstengebieten.
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Sicherheitstipps für Schwimmer
Angesichts der Zunahme von Angriffen ist Prävention für diejenigen, die kalifornische Strände besuchen, von entscheidender Bedeutung. Um Vorfälle zu vermeiden, befolgen Sie diese Empfehlungen:
- Schleppen Sie Ihre Füße:Wenn Sie ins Wasser gehen, können Sie Stachelrochen verscheuchen, die möglicherweise im Sand vergraben sind, indem Sie Ihre Füße über den Strandboden schleifen, anstatt kräftig zu treten.
- Achtung in seichten Gewässern:Seien Sie besonders vorsichtig in Gebieten mit warmem, flachem Wasser, wo sich Stachelrochen häufig aufhalten.
- Signalisierung:Beachten Sie die Rettungsschwimmerschilder und die Bereiche, die als am stärksten gefährdet gekennzeichnet sind.
- Im Falle eines Angriffs:Suchen Sie sofort einen Arzt auf. Der Stich des Stachelrochens kann starke Schmerzen und in manchen Fällen schwerwiegendere Reaktionen hervorrufen.















