Ein achtjähriges Mädchen starb kürzlich in Louisiana, USA, nachdem es sich mit einer seltenen Amöbe namens „Brain Eater“ infiziert hatte. Die Ansteckung sei angeblich erfolgt, als das Kind in einem See in der Nähe seines Zuhauses schwamm, wie die Familien- und Gesundheitsbehörden mitteilten. Lillian Smart, die in Ruston im Norden des Bundesstaates lebte, starb am Wochenende kurz nach ihrem achten Geburtstag im Krankenhaus.
Lillians Eltern teilten die traurige Nachricht am 23. in einem Social-Media-Beitrag mit und erklärten, dass die Schädigung des Gehirns ihrer Tochter zu groß sei, als dass sich ihr Körper erholen könnte. Zuvor hatte die Familie berichtet, dass das Mädchen aufgrund des Parasiten eine erhebliche Gehirnschwellung aufwies.
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Verständnis der seltenen Naegleria fowleri-Infektion
Naegleria fowleri ist eine mikroskopisch kleine Amöbe, die in warmen Süßwassergewässern gedeiht. Es kann eine schwere und fast immer tödliche neurologische Infektion verursachen, wenn das Wasser, das es enthält, in die Nase gelangt und das Gehirn erreicht. Es ist unbedingt hervorzuheben, dass die Amöbe bei Verschlucken keine Infektionen verursacht und nicht von Mensch zu Mensch übertragen wird, was sie zu einem besonderen Risiko im Zusammenhang mit Aktivitäten in natürlichen Gewässern macht.
Das Gesundheitsministerium von Louisiana hatte bereits in der Vorwoche bekannt gegeben, dass sich ein Bewohner der Region wahrscheinlich beim Schwimmen im Lake Claiborne mit dem Erreger infiziert habe. Dieser See liegt etwa 30 Meilen nordwestlich von Ruston, wo Lillian lebte.
Erste Symptome und schnelles Fortschreiten der Krankheit
Eine Kontamination durch Naegleria fowleri ist äußerst selten, was die Diagnose und Behandlung erschwert. Die Krankheit schreitet schnell voran und die ersten Symptome können mit anderen häufigeren Krankheiten verwechselt werden.
- Starke Kopfschmerzen
- Hohes Fieber
- Übelkeit und Erbrechen
Mit fortschreitender Infektion verschlechtert sich das klinische Bild, was zu Symptomen wie Nackensteifheit, geistiger Verwirrung, Halluzinationen und Gleichgewichtsverlust führen kann. Die Geschwindigkeit, mit der sich der Zustand verschlechtert, ist einer der Faktoren, die zur hohen Sterblichkeitsrate beitragen.
Lillian lag seit der Woche zuvor auf der Intensivstation, nachdem sie mit Fieber, das sich zu Doppelbildern entwickelte, ins Krankenhaus eingeliefert wurde, wie ihre Mutter in einem sozialen Netzwerk berichtete. Das schnelle Fortschreiten der Symptome verdeutlicht die Schwere der Infektion.
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Warnung vor der Verbreitung von Amöben in erhitzten Gewässern
Infektionen mit Naegleria fowleri gelten als selten. Das Gesundheitsministerium von Louisiana hat zwischen 1937 und 2025 landesweit nur 180 bestätigte Fälle registriert, wobei in diesem langen Zeitraum nur drei dieser Fälle im Bundesstaat selbst auftraten.
Während sich die meisten Fälle aufgrund des wärmeren Wetters traditionell auf die südlichen und zentralen US-Bundesstaaten konzentrierten, deuten neuere Untersuchungen auf eine besorgniserregende Verschiebung hin. Der Klimawandel führt zu einer Erwärmung der Gewässer in Regionen weiter nördlich und im Mittleren Westen des Landes. Diese Umwelterwärmung erweitert die Gebiete, in denen die Amöbe überleben und sich vermehren kann, und stellt eine neue Herausforderung für die öffentliche Gesundheit in Regionen dar, die zuvor nicht als besonders gefährdet galten.
Die Auswirkungen auf die Gemeinschaft und Lillians Abschied
Die Nachricht vom Tod von Lillian Smart löste in Ruston große Anteilnahme aus. Obwohl die Gesundheitsbehörden den Namen des Opfers nicht bekannt gaben, identifizierten Freunde und Familie sie gegenüber mehreren lokalen Medien.
Vor dem Tod des Mädchens mobilisierten mehrere Unternehmen in Ruston, um eine Spendenaktion durchzuführen. Ziel der Initiative war es, Lillians Geburtstag zu feiern und einen Teil des Erlöses der Familie zu spenden. Anwohner beschrieben das Mädchen als eine Figur voller Freude.
„Sie war immer ein glückliches Kind“, sagte ein lokaler Geschäftsinhaber gegenüber KNOE, einer CNN-Tochtergesellschaft. „Immer wenn man sie sieht, hat sie ein Lächeln im Gesicht.“ Die untröstliche Familie drückte den Schmerz über den Verlust aus: „Alle haben alles getan, um sie hier zu behalten. Wir sind untröstlich und wissen ehrlich gesagt nicht, was wir jetzt tun sollen.“
Frühere Fälle und laufende Ermittlungen
Eine Infektion mit „Naegleria fowleri“ hat in den letzten Jahren in anderen Teilen der Vereinigten Staaten zu Todesfällen geführt. Im Jahr 2023 starb ein Einwohner Georgias, nachdem er sich mit der Amöbe infiziert hatte. Im Jahr 2022 war ein Kind der erste registrierte Todesfall in Nebraska, der mit diesem Organismus in Verbindung gebracht wurde. In beiden Fällen berichteten die Gesundheitsbehörden, dass sich die Patienten nach dem Schwimmen im Süßwasser infizierten. Diese früheren Vorfälle unterstreichen die Bedeutung von Wachsamkeit und Risikobewusstsein, auch wenn es gering ist.
