Sony bestätigt das Ende der physischen Discs auf PlayStation im Jahr 2028; Bei digitalen Spielen handelt es sich weiterhin um Lizenzen

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PS5 - Foto: Skrypnykov Dmytro / Shutterstock.com

PlayStation 5-Konsumenten äußerten ihre Unzufriedenheit über digitale Plattformen, nachdem Sony am 23. August 2026 eine offizielle Mitteilung an die Benutzer verschickt hatte. In der Nachricht wurde wiederholt, dass im Store gekaufte digitale Titel nicht Eigentum des Spielers, sondern lizenziert seien.

Die Veröffentlichung dieser Informationen löste eine heftige Reaktion in der Öffentlichkeit aus, die zu einer Zeit der Proteste und einer kollektiven „Blackout“-Bewegung der Konsolen als Form des Einspruchs gegen die Richtlinien des Unternehmens stattfand. Ein spezifischer Abschnitt des Textes, der weithin online geteilt wird, stellt in der Übersetzung klar: „Die Software wird an Sie lizenziert und nicht verkauft. Ihnen wird eine begrenzte, nicht ausschließliche, nicht übertragbare, persönliche Lizenz gewährt, die Software für Ihren privaten, nicht kommerziellen Gebrauch auf dem System oder Gerät zu spielen oder zu nutzen, für das sie entwickelt wurde.“

Das Rechtsdokument des Unternehmens legt außerdem ausdrückliche Beschränkungen für das Kopieren, Manipulieren, Unterlizenzieren oder Emulieren von Spielen fest und warnt davor, dass die Nichteinhaltung dieser Bedingungen „Ihre Lizenz sofort ungültig macht“.

PS4- und PS5-Spiele – Lutsenko_Oleksandr/ Shutterstock.com

Die von Sony verwendete Rechtsterminologie spiegelt die gängige und akzeptierte Praxis in der digitalen Plattformbranche wider. Eine Analyse des Portals Push Square ergab, dass die Nutzungsbedingungen anderer großer Plattformen wie Steam, Xbox und Nintendo Klauseln mit nahezu identischem Wortlaut enthalten.

Valve, Betreiber von Steam, gibt an, dass „die Inhalte und Dienste lizenziert und nicht verkauft werden. Ihre Lizenz verleiht Ihnen keinerlei Titel oder Eigentum an den Inhalten und Diensten.“ Ebenso bekräftigt Microsoft, dass „alle digitalen Güter lizenziert und nicht verkauft werden“ und dass das Nutzungsrecht von der vollständigen Einhaltung der Service-, Zahlungs- und anderen geltenden Bedingungen abhängt.

Nintendo wiederum verwendet eine Formulierung, die als am restriktivsten empfunden wird: „Vorbehaltlich der Bedingungen dieser Vereinbarung gewährt Nintendo Ihnen eine nicht ausschließliche, widerrufliche Lizenz zur Nutzung der Software ausschließlich auf der Konsole für Ihren persönlichen, nicht kommerziellen Gebrauch. Zur Klarstellung: Die Software wird an Sie lizenziert und nicht verkauft, und Sie dürfen sie nicht verwenden, es sei denn, dies ist ausdrücklich durch diese Vereinbarung genehmigt.“

Der aktuelle Hintergrund der Branche ist wichtig, um die Auswirkungen zu verstehen. Sony ist der einzige große Konsolenhersteller, der Pläne bestätigt hat, die Produktion physischer Medien einzustellen, wobei die PlayStation-Disc-Versionen voraussichtlich ab 2028 eingestellt werden. Dieses Szenario eines vollständig digitalen Marktes verstärkt die Besorgnis über den Besitz digitaler Spiele und darüber, was mit den Spielersammlungen im Falle einer Dienstunterbrechung oder Kontosperrung passieren könnte.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Disc-Editionen der Spiele auch Lizenzklauseln in ihren Handbüchern und Verpackungen enthalten. Allerdings gibt es einen wesentlichen Unterschied: Physische Medien können weiterverkauft, verliehen oder zwischen Nutzern getauscht werden, was bei digitalen Dateien nicht möglich ist.

Im aktuellen Marktumfeld enthalten die von Sony vorgelegten Konditionen keine neuen oder exklusiven Elemente. Der Unterschied liegt im wachsenden Druck auf die Marke: Angesichts des „Blackout“-Protests der PlayStation 5 und des bevorstehenden Übergangs zu einem vollständig digitalen Ökosystem reichte die bloße Wiederholung einer Standardklausel aus, um die Debatte zu intensivieren.

Die zentrale Frage nach dem wahren Eigentum an digital erworbenen Inhalten bleibt ohne endgültige Antwort. Laut einer Analyse von Push Square wird dieses Problem wahrscheinlich nur durch irgendeine Form staatlicher Regulierung gelöst.

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