Nissan fertigt Kicks für 170 Mio Pfund direkt in Sunderland
Der japanische Automobilhersteller Nissan baut die Fertigung seines kompakten Crossovers Kicks am Standort Großbritannien aus. Der Konzern investiert 170 Millionen Pfund in das englische Werk, um den europäischen Markt sowie das Vertriebsnetz in der Türkei ab dem 16. September 2026 mit dem Modell zu beliefern. Diese Maßnahme erweitert die bestehende Fertigungsstruktur vor Ort erheblich.
Das Fahrzeug rollt mit einem modernen Hybridantrieb zu den Händlern. Der Antrieb arbeitet rein elektrisch.
Vier Baureihen nutzen künftig denselben Standort
Mit der Summe von 170 Millionen Pfund modernisiert der Hersteller die Fertigungsbänder und technischen Anlagen in Sunderland vollständig. Nach dem Umbau teilt sich der Kicks im B-Segment die Montagelinie mit den Modellen Qashqai, Juke und dem elektrischen LEAF. Der britische Standort fungiert dadurch als primäres Logistikdrehkreuz für alle Lieferungen auf das europäische Festland.
Der Wagen nutzt die eigens entwickelte e-POWER-Technologie von Nissan als primäre Antriebsquelle. Bei diesem technischen Konzept treibt ausschließlich der integrierte Elektromotor die Achsen des Fahrzeugs an, während der kompakte Benzinmotor ohne direkte mechanische Verbindung zu den Rädern kontinuierlich Strom für die Batterie erzeugt und als Bordgenerator arbeitet.
- Nissan stellt 170 Millionen Pfund für das Werk Sunderland bereit.
- Das Modell tritt im Segment der kompakten B-Segment-Crossover an.
- Die Fertigungslinie bindet die Modelle Qashqai, Juke und LEAF ein.
- Der Antriebsstrang basiert vollständig auf dem e-POWER-Hybridsystem.
Nissan verankert Hybridsysteme in der Modellpalette
Massimiliano Messina, Vorsitzender der Nissan-Region AMIEO, bewertete den industriellen Schritt als Beleg für die hohe Anpassungsfähigkeit der Fabrik. Er betonte in seiner Stellungnahme, dass diese Nachricht eine erfreuliche Entwicklung darstelle und zeige, wie agil der Hersteller neue Baureihen in zusätzliche Märkte einführe. Der Kicks zeichne sich laut Messina durch sein e-POWER-System, markantes Design sowie moderne Technologie aus und treffe die Nachfrage europäischer Kunden nach vielseitiger Elektrifizierung.
Messina bezeichnete die flexible Fertigung als maßgeblichen Faktor für die pünktliche Erfüllung lokaler Kundenwünsche. Die modifizierten Montagelinien im Werk Sunderland erlauben eine rasche Skalierung des Volumens und steuern den zeitlichen Ablauf der regionalen Elektrifizierungsstrategie.
Werksexporte sichern die weltweite Versorgung
Vor dem Start in England lief die zweite Fahrzeuggeneration bereits in Werken in Japan, Mexiko und Brasilien vom Band. Diese breite internationale Aufstellung garantierte die gleichzeitige Auslieferung an Händler auf verschiedenen Kontinenten. Die Produktion verteilte sich dadurch über mehrere Wirtschaftsräume.
Nissan lieferte von dem Crossover bisher mehr als 1,8 Millionen Einheiten in über 70 Ländern aus. Dieser Absatzerfolg unterstreicht die Relevanz des kompakten Modells für das globale Gesamtergebnis.
Auslieferungen starten im kommenden Jahresverlauf
Für das Eintreffen der ersten Einheiten in der Türkei nannte das Unternehmen einen zweistufigen Zeitplan. Die Vertragshändler im Land erhalten das Modell offiziell gegen Ende 2027 oder zu Beginn des Jahres 2028. Bis dahin laufen die notwendigen technischen Anpassungen für den Markt.
Die für europäische Bestimmungsorte montierten Fahrzeuge verlassen das Werk direkt über die britischen Seehäfen. Der Seeweg sichert dabei den reibungslosen Transport zu den verschiedenen Vertragspartnern.
