Frankreich verzeichnet 40 Todesfälle durch Ertrinken inmitten einer Rekordhitzewelle
Laut einer offiziellen Regierungserklärung von diesem Dienstag (23) haben die hohen Temperaturen, die den europäischen Kontinent plagen, seit dem 18. Juni in Frankreich zu 40 Todesfällen durch Ertrinken geführt, von denen vor allem junge Menschen betroffen sind.
Die Ankündigung erfolgte durch den französischen Premierminister Sébastien Lecornu während einer Dringlichkeitssitzung zur Erörterung der Hitzesituation. Am selben Dienstag erlebte das Land die heißeste Morgendämmerung, die jemals in seiner Geschichte dokumentiert wurde.
Sportministerin Marina Ferrari betonte, dass viele französische Bürger Abhilfe von der Hitze in Kanälen und Flüssen suchen. Sie gab eine eindringliche Warnung heraus und forderte die Menschen auf, das Schwimmen an Orten zu vermeiden, die nicht erlaubt sind oder eine Gefahr darstellen.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP leben rund 90 % der französischen Bevölkerung in Regionen, in denen offizielle Stellen an diesem Dienstag rote oder orange Warnungen vor starker Hitze ausgesprochen haben. Im Westen des Landes können die Temperaturen bis zu 43°C erreichen.
Selbst über Nacht boten die Wetterbedingungen kaum Entspannung, etwa 30 Messstationen zeigten immer noch Temperaturen über 25 °C an.
In einer Region der französischen Hauptstadt stellte das Rathaus Personen unter 25 oder über 65 Jahren kostenlose Kinokarten zur Verfügung, sodass sie Zuflucht in klimatisierten Räumen finden konnten. Außerdem kam es zu Ausfällen einiger Zugverbindungen, unter anderem auf der Strecke zwischen Paris und Brüssel.
„Frankreich arbeitet in einem langsameren Tempo. Unternehmen befolgen, soweit sie können, die Richtlinien, um den Schutz ihrer Mitarbeiter zu gewährleisten“, sagte Patrick Martin, Präsident von MEDEF, dem größten Arbeitgeberverband des Landes, in einem Interview mit BFM TV.
Auch andere Länder wie das Vereinigte Königreich, Italien, Spanien und Belgien spüren die Auswirkungen dieser Hitzewelle.
In Italien rief das Gesundheitsministerium in 15 Städten einen Höchstwertalarm aus, was die Regierung dazu veranlasste, Maßnahmen zur Unterbrechung oder Einschränkung des Betriebs in bestimmten Sektoren zu ergreifen.
Dutzende Bildungseinrichtungen im Vereinigten Königreich haben die Schließung von Klassen vorgezogen, weil ihre alten Gebäude nicht ausreichen, um Räume mit mehr als dreißig Schülern unter heißen Bedingungen unterzubringen.
Nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie erlebt der europäische Kontinent eine mehr als doppelt so hohe Erwärmungsrate wie der globale Durchschnitt, was die Wahrscheinlichkeit länger anhaltender und intensiverer Hitzeepisoden deutlich erhöht.
















