Nach drei Tagen verrät der Vater eines vermissten Jungen in Kirishima, dass er den Fluss betreten hat, um nach seinem Sohn zu suchen
Vor drei Tagen verschwand ein fünfjähriger Junge aus der Präfektur Kumamoto, als er mit seiner Familie in einem Thermalquellenkomplex in der Stadt Kirishima wohnte. Während die Sicherheitsteams ihre Sucharbeit fortsetzen, sprachen die Eltern des Kindes mit der Presse und schilderten detailliert die Ereignisse, die zu seinem Verschwinden führten. Ein Reporter vor Ort betonte, dass Drohnen der Provinzpolizei im Regen eingesetzt wurden, um die Suche zu unterstützen.
Nach Angaben der Polizei wurde Tanaka Reo, ein Schüler einer Kinderschule in der Stadt Yatsushiro in der Präfektur Kumamoto, zuletzt am 21. gegen 15:35 Uhr gesehen. Der Vorfall ereignete sich im Thermalquellenkomplex Kareigawa no Yu in der Stadt Kareigawa in Hayato-cho, Stadt Kirishima. Seine Eltern waren nach dem Duschen etwa drei Minuten lang abgelenkt, bevor sie in den Umkleideraum gingen. Die Hauptermittlungslinie der Polizei deutet darauf hin, dass Reo möglicherweise aus dem Fenster geklettert und möglicherweise in den nahegelegenen Fluss gefallen ist.
Verstärkte Bemühungen bei der Suche nach Mineomi
An diesem Dienstag, dem 23., wurde am Morgen eine umfangreiche Suchaktion gestartet, an der etwa 100 Polizisten und Feuerwehrleute beteiligt waren. Die meisten Bemühungen konzentrierten sich auf die Nähe des Flusses neben dem Thermalkomplex. Am Nachmittag wurden Taucher gerufen, um das Gebiet um den Wassereinlass und den Kanal des Wasserkraftwerks Kyushu Electric Power flussabwärts vom Ort des Verschwindens zu erkunden, Mineomi wurde jedoch nicht gefunden. Der Junge ist etwa 120 Zentimeter groß, hat schwarze Haare und wurde zuletzt ohne Kleidung gesehen. Bisher haben die Teams keine Hinweise auf seinen Aufenthaltsort gefunden.

Familienbericht über den Tag des Verschwindens
Mineomis Eltern gaben am 23. ein Presseinterview, in dem sie Einzelheiten über den Tag ihres Verschwindens mitteilten. Die Familie gab bekannt, dass sie am 21. Juni nach einem Besuch im Hirakawa-Zoo in der Stadt Kagoshima zu einer Einrichtung in Kirishima ging, um dort zu baden, bevor sie in die Präfektur Kumamoto zurückkehrte. Die vier Mitglieder – die Eltern, Mineomi und ihr zweijähriger Bruder – nutzten die Familientoilette vor Ort. Während des Duschens standen Fenster und Tür des Badezimmers offen. Die Mutter und der jüngere Bruder gingen zuerst in Richtung Umkleideraum, gefolgt vom Vater.
Mineomis Leidenschaft für Bäder
Die Eltern sagten, dass Mineomi das Baden immer sehr schätzte. Ihnen zufolge genoss der Junge den Moment gern und wollte oft bis zum Ende im Badezimmer bleiben. Diese Vorliebe führte dazu, dass er für einige Momente allein in der Einrichtung war, während andere Familienmitglieder in die Umkleidekabine gingen.
Verschlossene Tür und Entdeckung des Verschwindens
Nachdem er sich in der Umkleidekabine angezogen hatte, versuchte Mineomis Vater, die Badezimmertür zu öffnen, um seinen Sohn herauszuholen, der drinnen geblieben war. Allerdings war die Tür von innen verschlossen. Als es ihm gelang, es mit Hilfe einer Münze aufzuschließen und den Raum zu betreten, stellte der Vater fest, dass Mineomi nicht mehr da war. Die Tür, die zur Außenbadewanne neben dem Badezimmer führte, war ziemlich schwer, sodass der Vater ausschloss, dass ein Kind sie leicht öffnen könnte. Dann schaute er aus dem geöffneten Fenster.
Standortangaben und die Vatertheorie
Als der Vater durch das Fenster blickte, bemerkte er eine darunter angebrachte Klimaanlage. „Direkt darunter war eine Klimaanlage. Da hätte es runtergehen können“, sagte der Vater. Ein Mitarbeiter des Komplexes berichtete, dass die Höhe vom Fenster bis zur Außenseite des Grundstücks etwa 1,5 Meter beträgt. Zwischen Fenster und Boden befindet sich eine etwa 50 Zentimeter hohe Klimaanlage. Darüber hinaus gibt es zwischen dem Familienbad und dem Fluss ein Waldstück und eine Stützmauer mit einer Gesamtentfernung von ca. 8 Metern zum Wasser.
Der verzweifelte Sprung in den Fluss
Mineomis Vater gab zu, etwa drei Minuten lang den Blickkontakt zu seinem Sohn verloren zu haben. Überzeugt davon, dass Mineomi durch das Fenster hätte verschwinden können, zögerte der Vater nicht: Er sprang aus dem Fenster, betrat den Fluss und schwamm auf der Suche nach dem Kind zu einer Brücke flussabwärts. Ihr verzweifelter Versuch führte jedoch nicht dazu, den Jungen zu finden.
Bedenken der Eltern und fortgesetzte Suche
Mineomis Eltern äußerten ihre tiefe Besorgnis darüber, dass ihr Sohn noch nicht gefunden wurde, und brachten ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass er so schnell wie möglich gefunden wird. Polizei und Feuerwehr stellten die Suchaktionen an diesem Dienstag, dem 23., um 16.30 Uhr ein. Die Teams versprechen, ihre Suche nach Mineomi am Mittwoch, dem 24., gleich morgens fortzusetzen.
















