Vergleiche der neuen Steam Machine mit der PlayStation 5 in Testberichten heben die Leistung hervor und stellen den Verkaufswert in Frage
Die neue Steam Machine wurde am Montag (22) offiziell vorgestellt und hat bereits erste Bewertungen erhalten, die das Potenzial der von Valve konfigurierten Hardware offenbaren. Den Erwartungen zufolge, die auf vor Monaten veröffentlichten Spezifikationen basieren, liefert der Mini-PC mit Konsoleneigenschaften eine Rechenleistung, die der der PlayStation 5 entspricht, was ihn aufgrund seines hohen Preises zu einer komplexen Option macht.
Zu den prominentesten Analysen gehört die von Digital Foundry, einem YouTube-Kanal, der für seine detaillierten technischen Beobachtungen bekannt ist. Die Zusammenfassung der Schlussfolgerungen des Teams ordnet die GPU des neuen Computers von Valve auf einem Leistungsniveau zwischen den Karten Radeon RX 6600 und RX 7600 ein.
Da das Gerät als „Wohnzimmermaschine“ verkauft wird, ist ein direkter Vergleich mit dem Sony-Ökosystem unumgänglich und offenbart erhebliche Designmängel. Eine der Hauptschwächen der Steam Machine ist laut der Expertengruppe die Verwendung von Single-Channel-Speicher, bei dem ein einzelnes 16-GB-Modul anstelle von zwei 8-GB-Modulen verwendet wird.

Diese Besonderheit wird durch die offensichtliche Praxis der Marke, bei einigen Geräten Dual-Channel zu verwenden, was sich negativ auf die Leistungsergebnisse auswirken würde, noch verschärft. Die Kommunikation zu diesem Thema ist angesichts der unterschiedlichen Reaktionen von Organisationen wie Gamers Nexus immer noch nicht klar, was darauf hindeutet, dass weitere Klarstellungen erforderlich sind.
Es gibt weitere Hardware-Einschränkungen: Seine RDNA-3-GPU mit 28 Computational Units (CUs) greift nur auf 8 GB Speicher zu. Im Gegensatz dazu verwendet die PlayStation 5 eine „RDNA 1.5“-Architektur, eine leicht vereinfachte Version von RDNA 2, mit 36 CUs und einem wesentlich vielseitigeren Shared-Memory-System.
Nach den Beobachtungen von Digital Foundry sticht die Sony-Konsole in den meisten Situationen hervor, obwohl die Plattformen in unterschiedlichen Szenarien die Führung abgeben. Die Standard-PS5 übertraf den Mini-PC von Valve in Spielen wie Black Myth: Wukong (mit einem Vorsprung von rund 3 %), Alan Wake 2 (mit einem Plus von 9 %) und Crimson Desert (plus 17 %). Bemerkenswert ist auch Forza Horizon 5, wo die dynamische Auflösung der PlayStation 4K bei 60 FPS gewährleistet, eine Funktion, die auf Valves Maschine nicht identisch reproduziert werden kann.
Andererseits reagiert die Steam Machine und gewinnt an Boden, wenn der Prozessor der Leistungsengpass ist. In dicht besiedelten Gebieten von Crimson Desert und Baldur’s Gate 3 hat die ältere Zen-2-CPU der PlayStation 5 Probleme, sodass der Konkurrent von Steam mit seiner moderneren Zen-4-Architektur die Oberhand gewinnen kann. Mit der zukünftigen Implementierung von FSR 4.1 könnte das Szenario für das neue Gerät sogar noch günstiger ausfallen, die aktuelle Schlussfolgerung ist jedoch ein technisches Unentschieden.
Trotz aller Leistungsbewertungen sind die Kosten das Hauptargument für den Mini-PC. Während die PlayStation 5 Digital mit 825 GB für 599 Euro (ca. 3.540 R$) verkauft wird, kostet Valves Kleincomputer 440 Euro Aufpreis, bietet weniger Speicher (nur 512 GB) und erfordert den separaten Kauf eines Controllers. Noch ungünstiger wird die Situation, wenn man mit der Topversion der japanischen Konsole vergleicht.
Um die 2 TB Speicher der PS5 Pro zu erreichen und einen Controller einzubinden, kostet die Steam Machine 1.428 Euro (ca. 8.440 R$). Mit diesem Betrag liegt es 529 Euro (ca. 3.130 R$) über der Pro-Version von Sony, die immer noch eine sichtbar bessere Grafikleistung liefert. Das ursprüngliche Konzept von Steam Machines zielte darauf ab, PC-Spiele zu wettbewerbsfähigen Preisen in Wohnzimmern bekannt zu machen; Allerdings ist diese neue Version mit ihren hohen Kosten und den Spezifikationen, die immer noch ein Gleichgewicht suchen, im aktuellen Szenario als Option für ein Publikum von Enthusiasten positioniert, die die Flexibilität des PC-Ökosystems schätzen und sich vom ursprünglichen Ziel eines für die breite Öffentlichkeit zugänglichen Geräts entfernen.
















