Der Kinderarzt aus Várzea Grande erzählt von seiner Überraschung, als er eine Frau sah, die in UPA versuchte, ein wiedergeborenes Baby zu sehen
Am Ende ihrer Schicht am Sonntag (26) wurde die Kinderärztin Erika Baldo in einer Notfallstation (UPA) in Várzea Grande in der Metropolregion Cuiabá überrascht. Krankenschwestern baten um seine Anwesenheit für eine ungewöhnliche Konsultation: Eine Frau war gekommen, um sich um ein „wiedergeborenes Baby“ zu kümmern, eine Puppe, die für ihren extremen Realismus bekannt ist.
Die Kinderärztin gab an, dass sie angesichts der Besonderheiten der Situation zunächst dachte, es handele sich um einen Scherz oder einen Fehler. Er erkannte jedoch schnell, dass die Absicht des Patienten echt war.
Baldo drückte sein Erstaunen aus und fragte den Begleiter nach dem Grund des Besuchs. Die Frau erklärte, dass das „Baby“ Grippesymptome habe und aufgrund von „Kot“ kürzlich die Windel gewechselt habe, und bestand auf der Notwendigkeit einer ärztlichen Untersuchung, obwohl das Formular nicht registriert sei.
Der Gesundheitsexperte schätzte das Alter der jungen Frau auf 18 bis 20 Jahre. Um mögliche negative Reaktionen zu vermeiden, entschied sich der Arzt, sorgfältig zu klären, dass die Puppe nicht für eine Behandlung geeignet sei, da sie nicht über wesentliche Dokumente wie CPF oder SUS-Karte verfügte.
Der Arzt schätzte die Situation als möglichen Ausbruch ein und wies auf die Notwendigkeit einer Überweisung an ein Psychosoziales Betreuungszentrum (CAPS) hin. Die Weigerung, Hilfe zu leisten, löste bei der Frau starke Empörung aus.
Die Frau hatte ihre eigene Mutter begleitet, die Grippesymptome hatte, und nutzte die Gelegenheit, um einen Termin für die Puppe zu vereinbaren.

Die Krankenschwestern der Station zeigten sich bestürzt über die Situation. Der Arzt wiederholte, dass es aufgrund des Fehlens einer CPF- und SUS-Karte unmöglich sei, die Pflege des „wiedergeborenen Babys“ zu registrieren, und verneinte auch nur eine oberflächliche Untersuchung der Puppe.
Baldo gab an, dass er trotz seiner Erfahrung mit anderen psychiatrischen Fällen noch nie einen solchen Vorfall erlebt habe. Sie war der Ansicht, dass die Haltung der Frau in der UPA als psychiatrische Erkrankung eingestuft werden könnte.
Der Kinderarzt beobachtete die Besorgnis der Frau, die eine mit Windeln und Kleidung bestückte Umstandstasche trug und mit der Puppe mit der gleichen Sorgfalt umging, die man einem echten Baby widmet. Dieses Verhalten bestärkte den Verdacht eines möglichen psychischen Zusammenbruchs oder einer Verwirrtheit, die für bestimmte psychiatrische Fälle charakteristisch sind.
In einer offiziellen Erklärung betonte der Leiter der Notaufnahme von Várzea Grande, dass die Gesundheitsdienste ausschließlich auf Patienten mit echtem medizinischem Bedarf ausgerichtet sein dürfen. Die Agentur betonte, dass diese Maßnahme darauf abzielt, die Qualität der Pflege zu gewährleisten und negative Auswirkungen auf die pflegesuchende Bevölkerung zu vermeiden.
Wie wiedergeborene Babys entstanden und welche Eigenschaften sie haben
Der Ausdruck „reborn baby“ stammt aus dem Englischen und bedeutet „wiedergeboren“ und bezieht sich auf die Praxis der Individualisierung älterer Puppen, die während des Zweiten Weltkriegs begann. Seitdem erfreuen sich diese Artikel großer Beliebtheit und werden ständig verbessert, um sie der Realität näher zu bringen.
Bestimmte Exemplare werden sorgfältig gefertigt, wobei der Schwerpunkt auf Details wie Mund, Wimpern und Händen liegt, um das Aussehen eines Neugeborenen nachzubilden. In einigen Versionen enthalten die Puppen sogar menschliches Haar, was ihren Realismus noch verstärkt.
Auf nationaler Ebene erlangten diese Puppen nach einer Veranstaltung im April dieses Jahres größere Bekanntheit, als sich ein Frauenkollektiv im Ibirapuera-Park in São Paulo traf, um ein Treffen von „Müttern und wiedergeborenen Babys“ zu fördern.
Die wachsende Beliebtheit und Verwendung wiedergeborener Babys auch im öffentlichen Kontext hat zu gesetzgeberischen Diskussionen geführt. Es wurde ein Gesetzesentwurf verabschiedet, der vorsieht, Geldstrafen von mehr als 30.000 Rand gegen Personen zu verhängen, die die Puppen verwenden, um sich ungerechtfertigte Vorteile zu verschaffen, wie z. B. Vorzugsservice, Vorrang in Warteschlangen oder andere Vorteile, die Kleinkindern und ihren Begleitern vorbehalten sind, was die Notwendigkeit einer Unterscheidung zwischen Fiktion und Realität hervorhebt.
















