Itamaraty begleitet Menschen aus Pará, die von russischen Streitkräften in der Ukraine festgenommen wurden, nachdem sie einen Fehler gemeldet hatten
Das Außenministerium bestätigte am Mittwoch (24), dass es die Situation des 23-jährigen brasilianischen Staatsbürgers Herik Ferreira Soares beobachtet. Der in Castanhal im Nordosten von Pará geborene Herik wurde mitten im Konflikt in der Ukraine von russischen Militärtruppen abgefangen.
Von Itamaraty veröffentlichte Informationen deuten darauf hin, dass die brasilianische Botschaft in Moskau Kontakt zur Familie des jungen Mannes aufgenommen hat und die russischen Behörden um Aufklärung bittet.
Der Fall wurde durch die Verbreitung eines Videos bekannt. Auf den Bildern wirkt der Junge sichtlich erschüttert und gibt an, durch ein Jobangebot getäuscht worden zu sein.
In der Aufnahme erklärt der Brasilianer, dass er das Land mit der Erwartung verlassen habe, fernab der Kampfgebiete eine Unterstützungsrolle zu übernehmen, aber letztendlich direkt in die Konfrontation verwiesen wurde.

„Ich bin wegen falscher Werbung in der Ukraine gelandet, in der Hoffnung auf Arbeit im Hinterland, an einem sicheren Ort, und sie haben mich angelogen.“
Junger Mann beschreibt seine Jobversprechen und das Szenario an vorderster Front
In der Videoaussage sagt Herik, dass er in einen hochintensiven Konflikt geschickt wurde, ohne vorher gewarnt worden zu sein, dass er eine Kampfrolle spielen würde. Nach seinen Worten betraf die Vereinbarung vor der Reise eine andere Aktivität, doch die Realität in der Ukraine sah völlig anders aus.
„Sie schickten mich an die Front, zum Kampf, zu einer intensiven Konfrontation, und das war nicht das, was sie versprochen hatten. Es war nicht das, was vereinbart wurde. Meine Rolle war nicht die eines Kämpfers, sondern die einer Unterstützung.“
Der junge Mann aus Pará drückt sein Bedauern aus und deutet an, dass Ausländer von den am Konflikt beteiligten Truppen als „entbehrlich“ angesehen würden.
Heriks emotionaler Appell an seine Familie
An einer anderen Stelle der Aufnahme wendet sich Herik an seine Mutter und entschuldigt sich dafür, dass sie nach einem Besuch in Brasilien im Vorjahr vor seiner Rückkehr in die Ukraine nicht auf den Rat der Familie gehört hat.
Er warnt auch andere eindringlich davor, Vorschläge im Zusammenhang mit Krieg auf der Suche nach finanziellen Vorteilen anzunehmen.
Dem Bericht des jungen Mannes zufolge rechtfertigt der versprochene Betrag weder die mit dem Konflikt verbundenen Gefahren noch das Leid, das den Familien zugefügt wird.
Itamaraty bekräftigt seine Warnungen vor der Rekrutierung in ausländischen Kriegen
Heriks Verhaftung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die brasilianische Regierung ihre Warnungen vor dem Einsatz von Bürgern in bewaffneten Konflikten außerhalb des Landes verstärkt hat.
In einer offiziellen Erklärung vom Februar dieses Jahres riet Itamaraty den Brasilianern, Einladungen zum Beitritt zu ausländischen Streitkräften abzulehnen oder Stellenangebote im Zusammenhang mit Kriegsgebieten anzunehmen.
In dem Bericht betonte das Ministerium, dass rekrutierte Personen ernsthafte Schwierigkeiten haben könnten, das Schlachtfeld zu verlassen, und dass die konsularische Unterstützung durch vertragliche Verpflichtungen, die sie während der Rekrutierung übernommen haben, eingeschränkt sein könnte. Die Teilnahme an bewaffneten Konflikten im Ausland ohne Zustimmung des Herkunftslandes kann sogar schwerwiegende völkerrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
In den offiziellen Leitlinien wird außerdem betont, dass diese Entscheidung schwerwiegende und langfristige Risiken für diejenigen mit sich bringen kann, die sich für die Teilnahme an einer solchen Rekrutierung entscheiden.
Erläuterungen von Itamaraty zur konsularischen Unterstützung
In einer Notiz erklärte Itamaraty, dass „konsularische Aktivitäten den Vorschriften der nationalen und internationalen Gesetzgebung folgen“ und dass „keine persönlichen Daten von Bürgern offengelegt werden, die konsularische Dienste in Anspruch nehmen“.
Die Agentur gab außerdem bekannt, dass sie „Kontakt mit der Familie des Brasilianers und den russischen Behörden unterhält, um weitere Einzelheiten zu dem Fall zu erhalten“.
Bis zur letzten Aktualisierung dieses Berichts machte das Ministerium keine Angaben zu Heriks Haftbedingungen oder möglichen Verhandlungen über seine eventuelle Rückführung. Der Fall bleibt unter der strengen Aufsicht der brasilianischen Diplomatie.
















