Kenia setzt US-Ebola-Quarantäneprojekt aus, nachdem geheime Arbeiten durchgeführt und Gerichtsurteil ignoriert wurden
Trotz eines früheren Gerichtsbeschlusses, der den Bau der Gesundheitseinrichtung verhinderte, zeigten Satellitenbildaufzeichnungen, dass die Bauarbeiten fortgesetzt wurden, was zu heftigen Debatten auf dem kenianischen Territorium führte.
Nach wochenlangen intensiven öffentlichen Diskussionen haben die kenianischen Behörden beschlossen, die Pläne zur Einrichtung einer Isolationsstation für US-Bürger, die möglicherweise dem Ebola-Virus ausgesetzt sind, nicht voranzutreiben. Die Maßnahme findet inmitten der hämorrhagischen Fieberepidemie in der Demokratischen Republik Kongo statt und die Angst, dass infizierte Personen in das Land gelangen könnten, in dem bis dahin keine Fälle registriert wurden, war groß. Die medizinische Struktur würde auf dem Militärstützpunkt Laikipia in der Nähe von Nanyuki in Zentralkenia errichtet.

Gesundheitsminister Aden Duale musste am vergangenen Dienstag, dem 23. Juni, vor dem Obersten Gerichtshof Kenias erscheinen und auf den Vorwurf reagieren, ein Gerichtsurteil vom 29. Mai missachtet zu haben, das einen Baustopp angeordnet hatte. Satellitenfotos bestätigten die Kontinuität der Arbeiten und zeigten den Aufbau neuer Zelte, die Erweiterung bestehender Einrichtungen und die Einbeziehung temporärer Strukturen. Durch Luftüberwachung und diplomatische Quellen gewonnene Informationen deuteten darauf hin, dass weiterhin Flugzeuge mit medizinischen Hilfsgütern und Spezialteams auf dem Stützpunkt landeten.
Am Ende der Anhörung kündigte der Minister die sofortige Einstellung aller Aktivitäten und Initiativen im Zusammenhang mit dem Projekt an, bis ein endgültiges Gerichtsurteil vorliegt. Aden Duale erkannte zwar die Autorität des Obersten Gerichtshofs an, sprach sich jedoch für die Initiative aus und erklärte, dass Bedenken hinsichtlich einer möglichen Ausbreitung von Ebola auf Nachbargemeinden angesichts der strengen Sicherheitsvorkehrungen für den Standort „wissenschaftlich unbegründet“ seien.
















