Der Preis für Grand Theft Auto VI wird endlich veröffentlicht und steigert den Optimismus unter Take-Two-Investoren
Die Neuauflage des gefeierten „Grand Theft Auto“ (GTA)-Franchise rückt den Spielern immer näher. Seit letztem Mittwoch hat der Vorverkauf des sechsten Action- und Thrillertitels begonnen, dessen Veröffentlichung für den 19. November 2026 geplant ist und der für Xbox Series Now verfügbar sein wird. Marktanalysen bestätigen den Optimismus der Anleger.
Nach einer Phase intensiver Spekulationen bestätigte Entwickler Rockstar Games gemeinsam mit Take-Two den Wert des Spiels: Die Standardausgabe wird in den USA für 80 US-Dollar und in Europa für 80 Euro verkauft. Dieser Preis weicht von den standardmäßigen 70 € ab, die für die meisten Spiele für beide Konsolen berechnet werden. Zusätzlich wird eine „Ultimate Edition“ erhältlich sein, die zusätzliche Outfits und andere Gegenstände für die Hauptcharaktere Jason und Lucia zum Preis von 100 € enthält.
Im Vorfeld der Markteinführung diskutierten sowohl Fachmedien als auch Marktanalysten intensiv über den möglichen Preis der Basisversion. Die 80-Euro-Korrektur für physische Editionen von Nintendo Switch 2-Spielen, die ein Jahr zuvor erfolgt war, hatte bereits für erhebliche Unzufriedenheit bei den Verbrauchern gesorgt. Allerdings war „GTA VI“ schon immer für seine starke Preissetzungsmacht bekannt; Trotz möglicher Beschwerden ging der Markt davon aus, dass die Spieler aufgrund der hohen Erwartungen und des guten Rufs des Franchises letztendlich bereit sein würden, einen höheren Preis zu zahlen.
Mehrere Analysten korrigierten ihre Umsatzprognosen für Take-Two nach oben, um den Anstieg des Aktienkurses widerzuspiegeln, obwohl die Erwartungen an das Verkaufsvolumen der Spiele beibehalten wurden. Am Dienstag wurden mehrere Berichte über die Aktie des Unternehmens veröffentlicht, die die positiven Einschätzungen bestätigten: 33 der 34 von Bloomberg beobachteten Analysten raten zum Kauf der Aktie. Der verbleibende Analyst empfiehlt, die Vermögenswerte zu halten.
Das durchschnittliche Wertziel für die Aktien liegt bei 284,36 US-Dollar, was einem Anstieg von 20,6 % gegenüber dem Schlusskurs am Mittwoch in New York von 235,77 US-Dollar entspricht. Am Donnerstag verzeichneten die Aktien in der vorbörslichen Phase ein Wachstum von mehr als 2 %, was den Futures des Technologieindex Nasdaq 100 entsprach.
Take-Two prognostiziert für das laufende Geschäftsjahr, das im März 2027 endet, einen Gesamtumsatz zwischen 7,9 und 8,1 Milliarden US-Dollar. Selbst die konservativste Schätzung bedeutet eine Steigerung von etwa 18 % im Vergleich zu einem Umsatz von rund 6,7 Milliarden US-Dollar im vorangegangenen Geschäftsjahr. Der Gewinn des Unternehmens vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wird in diesem Geschäftsjahr voraussichtlich 1 Milliarde US-Dollar übersteigen, im Vergleich zu etwa 789 Millionen US-Dollar in der Vorperiode.

Für Take-Two und Rockstar wird der Erfolg von „GTA VI“ nicht allein von den ersten Verkaufszahlen abhängen. Wie der durchschlagende Erfolg des Vorgängers „GTA V“ und insbesondere seiner Multiplayer-Komponente „GTA Online“ – beide 2013 veröffentlicht – bereits gezeigt haben, wird die Fähigkeit, Spieler durch das kontinuierliche Angebot neuer Inhalte über einen langen Zeitraum zu binden, für das nächste Kapitel der Serie von entscheidender Bedeutung sein.
Derzeit veröffentlicht Rockstar weiterhin Inhaltspakete für „GTA V“; die nächste und angeblich letzte ist für den 14. Juli geplant. Der Kauf von In-Game-Währungen und -Items, der die Langlebigkeit von Titeln fördert, ist zu einer relevanten Einnahmequelle für die Branche geworden. Im Fall von „GTA V“ bietet Rockstar Prepaid-Karten wie die „Shark Cash Card“ an, die den Spielern bei ihren virtuellen Finanzen helfen sollen. Die teuerste davon wird für 75 Euro verkauft.
















