Update: Erdbeben in Venezuela fordert 188 Tote und 24.000 Vermisste
Die venezolanische Regierung veröffentlichte am Donnerstag (25) ein düsteres Update zu den Erdbeben, die das Land heimgesucht haben. Die Gesamtzahl der Todesopfer beläuft sich damit auf 188. Die vorläufige Umfrage weist außerdem auf 1.520 Verletzte und weitere 200 hin, die weiterhin unter Trümmern eingeschlossen sind.
Die nördliche Region Venezuelas, einschließlich der Hauptstadt Caracas, wurde in der Nacht zum Mittwoch (24.) von zwei starken Erdbeben verwüstet. Diese seismischen Ereignisse, die als die heftigsten seit mehr als einem Jahrhundert gelten, führten zum Einsturz von Gebäuden und hinterließen in der gesamten Region ein Bild weitreichender Zerstörung.
Jorge Rodríguez, Präsident des venezolanischen Parlaments, war dafür verantwortlich, das neue Panorama der Opfer bekannt zu machen. Er berichtete, dass die Regierung bisher 250 Gebäude gezählt habe, die vollständig eingestürzt seien oder von den Erschütterungen schwer in Mitleidenschaft gezogen worden seien.

Laut Rodríguez handelt es sich bei der aktuellen Umfrage lediglich um eine erste Schätzung. Retter arbeiten unermüdlich daran, eingeschlossene Personen zu lokalisieren und Überlebende zu retten. Die Mobilisierung von Suchgruppen durch die lokale Bevölkerung weist bereits auf mehr als 24.000 Personen mit unbekanntem Aufenthaltsort hin.
Mehrere Social-Media-Plattformen sind voll von Zeugenaussagen und fotografischen Aufzeichnungen der Verwüstung, die das Ausmaß der in Schutt und Asche gelegten Gebäude zeigen.
Die internationale Gemeinschaft reagierte schnell und Staaten wie die Vereinigten Staaten und Brasilien bestätigten bereits die Entsendung spezialisierter Teams zur Unterstützung von Such- und Rettungseinsätzen.
Wie seismische Erschütterungen Venezuela erschütterten
Die beiden großen Erdbeben, die Venezuela erschütterten, zeichneten sich dadurch aus, dass sie schnell aufeinanderfolgende Erdbeben auftraten, weniger als eine Minute auseinander lagen und die Epizentren nur fünf Kilometer voneinander entfernt waren. Der heftigste Schock hatte seinen Ursprung in der Stadt El Guayabo, etwa 168 km von der Metropole Caracas entfernt.
In den an die Hauptstadt angrenzenden Küstengebieten, darunter La Guaira, waren mehrere Nachbeben zu spüren, die schwere Schäden meldeten. Aufgrund der Instabilität wurde der Betrieb des internationalen Flughafens Caracas eingestellt.
Die Stärke der Erschütterungen, gemessen bei 7,2 und 7,5, ist in Kombination mit der geringen Tiefe der Epizentren ein entscheidender Faktor für das Verständnis des riesigen Gebiets der Zerstörung. Erschütterungen, die näher an der Oberfläche liegen, sind tendenziell stärker zu spüren und erhöhen den Schaden.
Das Auftreten von Erdbeben in Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte verschärfte die Situation zusätzlich. Vorläufige Berechnungen des United States Geological Survey (USGS) deuten darauf hin, dass die endgültige Zahl der Todesopfer unter Berücksichtigung dieser Variablen bedauerlicherweise die Marke von 10.000 Opfern überschreiten könnte.
















