Sergej Iwanow, ehemaliger russischer Verteidigungsminister und prominente Persönlichkeit des Kremls, ist im Alter von 73 Jahren gestorben
Russland verzeichnet den Verlust einer prominenten Persönlichkeit seiner politischen Szene. Sergej Iwanow, ehemaliger Verteidigungsminister und ehemaliger Chef der Kremlverwaltung, ist im Alter von 73 Jahren verstorben, wie die Nachrichtenagentur RIA Novosti berichtete. Sein Tod beendet eine jahrzehntelange Karriere, die dem öffentlichen Dienst und der nationalen Sicherheit des Landes gewidmet war.
Bemerkenswerte politische Karriere und Rolle in der Regierung
Im Laufe seiner Karriere hatte Iwanow eine Reihe hochrangiger Positionen in der russischen Regierungsstruktur inne. Während der Regierung von Präsident Boris Jelzin fungierte er als Sekretär des Sicherheitsrats und stellte damit seine Fähigkeit unter Beweis, zwischen verschiedenen Regierungen zu wechseln und seinen Einfluss aufrechtzuerhalten.
Sein Aufstieg setzte sich fort, als Wladimir Putin im März 2001 zum Verteidigungsminister ernannt wurde. Iwanow leitete das Verteidigungsressort bis Februar 2007, als er die Rolle des stellvertretenden Ministerpräsidenten übernahm und damit seine Position als einer der Architekten der russischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik festigte. Im Jahr 2016 schloss Wladimir Putin ihn aus dem russischen Sicherheitsrat aus und markierte damit einen Übergang in seiner Rolle.
Vom Geheimdienst zur Verteidigungsführung
Sergej Iwanow wurde am 31. Januar 1953 in Leningrad geboren und begann seine Karriere beim Geheimdienst. 1975 trat er dem KGB bei, dem wichtigsten Geheimdienst der Sowjetunion. Zwischen 1976 und 1977 arbeitete er in der KGB-Direktion für Leningrad und das Leningrader Gebiet.
Während dieser Zeit arbeitete Iwanow in derselben Einheit wie der junge Wladimir Putin und baute eine Verbindung auf, die sein ganzes Leben lang Bestand hatte und von grundlegender Bedeutung für seinen weiteren politischen Werdegang war, der in seiner Führung des Verteidigungsressorts gipfelte.
Die letzten Jahre und der freiwillige Rücktritt
Auch in den letzten Jahren spielte Sergej Iwanow eine strategische Rolle. Seit 2016 war er Sonderbeauftragter des Präsidenten Russlands für Umweltschutz, Ökologie und Verkehr mit Schwerpunkt auf Nachhaltigkeits- und Infrastrukturfragen. Davor leitete er jahrelang das Präsidialamt.
Am 4. Februar 2024, Wochen vor seinem Tod, hatte Iwanow freiwillig sein letztes Amt niedergelegt und damit das Ende seiner offiziellen Regierungsverantwortung zementiert.
















