In Deutschland, Dänemark und der Tschechischen Republik werden Hitzerekorde gebrochen und eine Welle verwüstet Europa
Der europäische Kontinent erlebte eine weitere Phase intensiver Hitze, wobei an diesem Samstag in mehreren Ländern aufeinanderfolgende Temperaturrekorde verzeichnet wurden.
Deutschland stellte den zweiten Tag in Folge einen neuen Hitzerekord auf, wobei die Thermometer eine vorläufige Temperatur von 41,5 °C erreichten.
An diesem Samstag verzeichneten auch Dänemark und die Tschechische Republik historische Höchstwerte, während die für den Sommeranfang untypische Hitzewelle auch auf Regionen im Norden und Osten des Kontinents vordrang und eine größere Zahl von Einwohnern traf.
Rund 150 Millionen Menschen in Europa sind Temperaturen über 35 °C ausgesetzt. Die Weltorganisation für Meteorologie hat eine Warnung herausgegeben, in der sie darauf hinweist, dass dieses Klimaphänomen „erhebliche Auswirkungen“ sowohl auf die menschliche Gesundheit als auch auf die Ökosysteme haben wird.
Hitzewellen, die auf der Iberischen Halbinsel begannen, führten in der letzten Woche zum Tod Hunderter Menschen.
Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte, wurde in Möckern-Drewitz im Bundesland Sachsen-Anhalt im östlichen Teil des Gebietes die vorläufige Landestemperatur von 41,5 °C gemessen.
Dieser Wert übertraf die bisherige Marke von 41,3 °C, die nur einen Tag zuvor in Saarbrücken, einer Stadt nahe der französischen Grenze, festgelegt worden war.
„Das ist kein angenehmer Sommer. Es ist eine Gesundheitskrise“, sagte Katrin Göring-Eckardt, eine deutsche Politikerin und ehemalige Vorsitzende der Grünen, über Channel X.
🇩🇪 Histórica ola de calor derrite Alemania: el termómetro rompe récords alcanzando los 41.5 °C.
— Playaaldia (@playaaldia) June 27, 2026
🔥Vías de tren deformadas, autopistas cerradas por asfalto fracturado y alerta máxima de incendios forestales.
🩺🌡️ 𝐄𝐥 𝐜𝐮𝐞𝐫𝐩𝐨 𝐦é𝐝𝐢𝐜𝐨 𝐫𝐞𝐩𝐨𝐫𝐭𝐚… pic.twitter.com/oOROrLO8BI
Maßnahmen zur Linderung der Hitze in Berlin
In der deutschen Hauptstadt setzte die Polizei zwei Wasserwerfer ein, um Nebel über die Bevölkerung zu verteilen und so für etwas Frische zu sorgen.
Die Wasserwerfer-Initiative brachte vielen Berlinern eine erhebliche Erleichterung.
Neue Temperaturspitzen in Tschechien und Dänemark
Auch die Tschechische Republik erreichte an diesem Samstag ihren Allzeithöchstwert: Die Wetterstation Doksany nördlich von Prag verzeichnete 40,8 °C, wie vom nationalen Wetterdienst (CHMI) bekannt gegeben wurde.
Dänische Meteorologen gaben bekannt, dass in Odum bei Aarhus ein vorläufiger Wert von 37 °C gemessen wurde. Diese Zahl übertrifft den bisherigen Rekord von 36,4 °C aus dem Jahr 1976.
Schweiz bricht Rekord und Ursache des „Hitzedoms“
Die Schweiz wiederum brach zum dritten Mal in Folge ihren eigenen Höchsttemperaturrekord für den Monat Juni, wobei die Thermometer in Basel im Norden an diesem Samstag 39 °C erreichten.
Ben Rich, Chefmeteorologe der BBC, erklärte: „Diese außergewöhnliche Hitzewelle wurde durch ein anhaltendes Gebiet mit sich langsam bewegendem Hochdruck verursacht, das als ‚Hitzedom‘ bekannt ist.“
Er führte aus, dass „unter dem Hochdrucksystem die absteigende Luft komprimiert und erhitzt wird, wodurch die Temperaturen jeden Tag kontinuierlich ansteigen“.
„Der Himmel blieb größtenteils wolkenlos, wodurch die intensive Sonne die Atmosphäre noch mehr aufheizte“, fügte er hinzu.
Gesundheitliche Auswirkungen und Expertenwarnungen
In Frankreich ist die Zahl der Ertrinkungstoten seit Beginn der Hitzewelle auf mindestens 55 gestiegen. Schätzungen zufolge ereigneten sich zwei Drittel dieser Todesfälle in unbeaufsichtigten Badeanlagen.
In Spanien zählte das MoMo-Überwachungssystem zwischen letztem Sonntag und Donnerstag 327 Todesfälle, die möglicherweise auf Hitze zurückzuführen sind.
Ein entscheidender Punkt ist, dass Europa zum Kontinent mit der weltweit schnellsten Erwärmungsrate wird. Dies ist auf eine Kombination von Faktoren zurückzuführen, insbesondere auf das schnelle Abschmelzen des arktischen Eises und Veränderungen in den Jetstream-Mustern, die die Häufigkeit und Schwere extremer Ereignisse wie des aktuellen verstärken.
Experten von World Weather Attribution erklären, dass eine Hitzewelle dieser Intensität und so früh im Sommer vor fünf Jahrzehnten tatsächlich nahezu unmöglich gewesen wäre.
Sie behaupten ohne zu zögern, dass der Klimawandel „eindeutig“ schuld sei.
Der BBC-Meteorologe Ben Rich prognostiziert, dass die extreme Hitze über das Wochenende anhalten und bis nächsten Montag anhalten wird, wobei in einigen Regionen Temperaturen über 40 °C möglich sein werden.
Der Experte fügt jedoch hinzu, dass mildere Wetterbedingungen, die vom Westen des Kontinents kommen, allmählich in Richtung Osten vordringen und bis zum Ende der Woche eine gewisse Entspannung versprechen.
















