Beispiellose Operation der NASA und des Start-ups Katalyst wird gestartet, um das Swift-Teleskop in einer kritischen Umlaufbahn im Weltraum zu retten
Eine beispiellose Weltraumrettungsmission wurde diesen Freitag (3) durch eine Partnerschaft zwischen der NASA und dem Startup Katalyst gestartet. Ziel ist es, das Neil Gehrels Swift Observatory, ein wertvolles Weltraumteleskop, in eine sicherere Umlaufbahn zu bringen und so seinen Zerfall zu verhindern. Der Start erfolgte um 5:36 Uhr (Ortszeit) von einem Atoll im Pazifischen Ozean aus, nachdem es aufgrund von Wetterbedingungen und technischen Problemen zu Verschiebungen gekommen war.
Das Swift-Observatorium und sein wissenschaftlicher Wert sind in Gefahr
Das Neil Gehrels Swift Observatory, auch einfach Swift genannt, ist ein wichtiges astronomisches Gerät, das seit 2004 in Betrieb ist. Obwohl seine ursprüngliche Funktion darin bestand, Gammastrahlenausbrüche im Kosmos zu untersuchen, wurde das Teleskop häufig zur Beobachtung entfernter Galaxien und Schwarzer Löcher eingesetzt. Der Swift hat einen Wert von 500 Millionen US-Dollar (das entspricht rund 2,6 Milliarden R$), hat seine Antriebskapazität verloren und ist ohne Intervention auf dem Weg zu fallen, wobei erwartet wird, dass er bis zum Ende dieses Jahres in der Erdatmosphäre zerfällt.
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Partnerschaft mit Katalyst zur Entwicklung von Rettungstechnologie
Angesichts der Gefahr, das Teleskop zu verlieren, beauftragte die NASA im September Katalyst Space Technologies, ein in Arizona ansässiges Startup. Der Auftrag im Wert von 30 Millionen US-Dollar (ca. 155,8 Millionen R$) zielte auf die Entwicklung eines Raumfahrzeugs ab, das in der Umlaufbahn schleppen kann. In nur neun Monaten hat Katalyst das halbtonnenschwere Raumschiff Link speziell für diese komplexe Rettungsaktion entworfen, gebaut und getestet.
Die komplexen Schritte des Weltraummanövers
Die Rettungsmission des Swift-Teleskops umfasst eine Reihe sorgfältig geplanter und durchgeführter Manöver, die den Einfallsreichtum der heutigen Weltraumtechnologie demonstrieren.
- Start des TriStar-Jets:Die Operation begann mit dem Start eines TriStar-Jets von einem amerikanischen Luftwaffenstützpunkt auf dem Kwajalein-Atoll auf den Marshallinseln. Das Flugzeug befördert die Pegasus XL-Rakete auf eine bestimmte Höhe.
- Pegasus XL-Raketenstart:In etwa 12.200 Metern Höhe über dem Pazifik feuert der Jet die Pegasus-XL-Rakete ab, die dann in den Weltraum befördert wird und in ihrem Frachtraum das Raumschiff Link trägt.
- Einmonatige Raumschiffreise Link:Sobald Link von der Rakete getrennt ist, wird er eine etwa einmonatige Reise in die Nähe des Swift-Teleskops antreten.
- Endanflug und Roboterandocken:Nachdem sich die autonome Raumsonde, ausgestattet mit drei Triebwerkssätzen und fünf Sensorsystemen, etwa 9,6 km vom Observatorium entfernt positioniert hat, wird sie eine weitere Woche brauchen, um sich mit Swift zu treffen. Drei Roboterarme mit handförmigen Krallen sollen den Satelliten festhalten. Es wird erwartet, dass das Paar in dieser Phase die Erde mit 27.360 km/h umkreist.
- In 60 Tagen in eine neue Umlaufbahn schleppen:Wenn das Observatorium angedockt ist, wird Link weitere 60 Tage brauchen, um es auf seine Zielhöhe von etwa 600 km über der Erde zu schleppen. Diese neue Umlaufbahn ist doppelt so hoch wie die Höhe, auf die Swift vor der Rettung gefallen wäre.
Die Herausforderungen und Erwartungen der NASA
Die Komplexität und die Risiken einer solchen Mission sind beträchtlich. Shawn Domagal-Goldman, Direktor der Astrophysik-Abteilung der NASA, bedankte sich für die „Gelegenheit, zumindest zu versuchen“, das Teleskop zu retten. Die Initiative unterstreicht die Innovationsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit der amerikanischen Raumfahrtbehörde angesichts erheblicher technischer Herausforderungen. Der Erfolg von Link könnte einen Präzedenzfall für zukünftige Wartungsarbeiten und die Verlängerung der Nutzungsdauer anderer Satelliten im Orbit schaffen.
Strategische Implikationen der Rettungstechnologie
Diese Mission rettet nicht nur ein wertvolles wissenschaftliches Gut, sondern wird auch als entscheidender Test einer Satellitenwartungstechnologie mit weitreichenden strategischen Auswirkungen und potenziellen militärischen Anwendungen angesehen. Ghonhee Lee, CEO von Katalyst, sagte gegenüber Reuters, dass das US-Weltraumkommando das Projekt aufmerksam verfolge, da es ein „zentrales Element der Weltraumüberlegenheit“ darstelle. Die Fähigkeit, Satelliten im Orbit abzuschleppen, zu reparieren oder zu deaktivieren, gewinnt in einem Szenario wachsenden Weltraum- und geopolitischen Wettlaufs, insbesondere zwischen den Vereinigten Staaten und China, an Bedeutung. Diese bahnbrechende Mission positioniert die USA an der Spitze der In-Orbit-Wartungstechnologie, die für die Zukunft der Weltraumsicherheit und -verteidigung entscheidend sein könnte.

















