Wie heute, am 24. August 2026, bekannt gegeben wurde, ist der Unternehmer Klaus-Michael Kühne, über viele Jahrzehnte eine zentrale Figur der deutschen Logistikbranche, verstorben. Er galt als zweitreichster Mann Deutschlands.
Im Alter von 89 Jahren verstarb Klaus-Michael Kühne in der Schweiz im Städtchen Schindellegi. Die Nachricht von seinem Abgang wurde von der Kühne + Nagel-Gruppe bestätigt, einem der wichtigsten Unternehmen in der Branche, in der der Milliardär tätig war.
Der in Hamburg geborene, aber seit den 1960er Jahren in der Schweiz lebende Kühne verfügte über ein Vermögen im Wert von 36 Milliarden Euro und war damit nach Dieter Schwarz der zweitreichste Deutsche. Über seine Kühne Holding kontrollierte er Anteile an mehreren Konzernen. Insbesondere besaß die Holding 53 % von Kühne + Nagel, das er von einem 1890 von seinem Großvater gegründeten Familienunternehmen in einen globalen Luft- und Schifffahrtsriesen verwandelte.
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Sein Einfluss erstreckte sich auf andere Branchen, darunter eine 30-prozentige Beteiligung an der Reederei Hapag-Lloyd. Ab 2022 ist Kühne mit einem Anteil von 20 % größter Einzelaktionär der Lufthansa. Er besaß auch einen beträchtlichen Anteil an Flix, einem Fernbus- und Reiseunternehmen.
Kühnes Engagement beim Verein Hamburger SV
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Neben seiner geschäftlichen Tätigkeit blieb der Milliardär weiterhin in seiner Heimat Hamburg aktiv. Zu den jüngsten Projekten, die er in der Stadt unterstützte, gehören der Bau eines Opernhauses und seine Beteiligung am Elbo Tower.
Kühne fungierte in den letzten Jahren als wichtiger Investor für den Fußball-Bundesligisten Hamburger SV. Er bot dem Verein Kredite an und ein Teil dieser Beträge wurde in Aktien des Sportvereins umgewandelt.
Im Jahr 2015 erwarb der Unternehmer die Namensrechte am Vereinsstadion und ermöglichte so die Wiederherstellung des ursprünglichen Namens Volksparkstadion. Zuletzt besaß die Kühne Holding 13,5 % der HSV Fußball AG und etablierte sich damit neben dem HSV e.V. als größter Einzelaktionär.
