Mark Lensink verunglückt bei Bootstour an den Iguaçu-Fällen

Der niederländische Tourist Mark Lensink starb am 29. Juli 2026 bei einem Bootsunfall während einer Macuco-Safari an den Iguaçu-Wasserfällen in Foz do Iguaçu im brasilianischen Bundesstaat Paraná. Der 26-jährige Reisende befand sich gemeinsam mit Angehörigen auf der Flussfahrt, als das Wasserfahrzeug plötzlich kenterte.
Hintergrund zum privaten Umfeld von Mark Lensink
Der Urlauber stammte aus der niederländischen Stadt Rijssen im Regierungsbezirk Overijssel und reiste mit Verwandten durch südamerikanische Regionen. In beruflichen Verzeichnissen führte er eine Anstellung beim familieneigenen Handwerksunternehmen Lensink Bouwservice, das Bauprojekte in den östlichen Niederlanden ausführt.
Zuvor absolvierte Lensink eine Ausbildung an der niederländischen Saxion Hogeschool. Nach dem Unglücksfall übernahmen die Zivilpolizei von Paraná sowie Einheiten der brasilianischen Marine die Untersuchung der genauen Betriebsabläufe vor Ort.
Havariertes Boot kenterte auf den Stromschnellen des Iguaçu
Lensink bestieg das Schiff des lizenzierten Anbieters Macuco Safari für eine gebuchte Exkursion in Begleitung von fünf Familienangehörigen sowie zwei Besatzungsmitgliedern. Die Route führte direkt über die reißenden Stromschnellen des Rio Iguaçu, die einen zentralen Anziehungspunkt für internationale Touristen darstellen.
Das Chico-Mendes-Institut für den Schutz der Biodiversität (ICMBio) meldete den Schiffsunfall gegen 12:00 Uhr mittags innerhalb des Schutzgebiets Nationalpark Iguaçu. Sämtliche Insassen fielen durch das Umschlagen des Rumpfes in das strömende Wasser. Rettungskräfte bargen die Insassen sofort.
An den Rettungsmaßnahmen beteiligten sich Einsatzkräfte des Unternehmens Macuco Safari, die örtliche Feuerwehr, der medizinische Notdienst Samu, Marinepersonal und Inspektoren der Umweltbehörde ICMBio. Sie zogen die verunglückten Personen aus den Flussabschnitten.
Nach offiziellen Angaben der Feuerwehr erlitt Lensink infolge des Ertrinkens einen tödlichen Herzstillstand, woraufhin Ersthelfer am Unfallort sofort Wiederbelebungsmaßnahmen einleiteten, ihn per Boot zum Kattamaram-Hafen brachten und Notärzte den Niederländer schließlich im städtischen Krankenhaus Padre Germano Lauck trotz intensiver Reanimation für tot erklärten. Die Mediziner konnten sein Leben nicht mehr retten.
Drei Angehörige erlitten Verletzungen am Fluss
Das Unglück forderte neben dem Todesopfer weitere Verletzte aus dem Kreis der Reisegruppe. Drei Verwandte benötigten im Anschluss an die Bergung eine akute stationäre Versorgung.
Ein 49-jähriger Mann verblieb nach dem Unfall in stabilem Zustand zur weiteren Beobachtung auf der Krankenstation. Eine 48-jährige Begleiterin erlitt eine Fraktur am Fuß, während ein drittes Familienmitglied das Hospital nach eingehender Untersuchung direkt wieder verließ.
Behörden prüfen Ursachen der Schiffshavarie in Paraná
Die Kriminalpolizei von Paraná leitete ein Ermittlungsverfahren ein, um die technischen Hintergründe der Kenterung zu klären. Beamte befragen derzeit die überlebenden Passagiere, Firmenvertreter und Bootsführer und werten dazu Berichte der Gerichtsmedizin sowie der Kriminaltechnik aus.
Parallel dazu eröffnete die brasilianische Kriegsmarine ein Verwaltungsverfahren zu Navigationsunfällen namens IAFN. Die Gutachter überprüfen mechanische Defekte, Strömungsparameter und mögliche Pflichtverletzungen der Schiffsbesatzung.
Umweltbehörde stoppt Fahrten des Anbieters Macuco Safari
Das Bundesinstitut ICMBio untersagte die Ausflüge des Unternehmens Macuco Safari für zunächst drei Tage ab dem 30. Juli 2026. Diese Betriebspause gilt für die gesamte touristische Flotte im Nationalpark.
Die Behörde betonte das Vorliegen aller notwendigen Betriebskonzessionen und Sicherheitszertifikate des Betreibers für Fahrten auf der Flussstrecke. Die temporäre Schließung dient der Sicherung von Spuren an den Kaianlagen und Flussufern.




