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Sony Interactive Entertainment hat mit der Abschaltung einiger Backend-Dienste der PlayStation 4 begonnen. Die Entwickler erhalten die Mitteilung nach und nach. Der Schritt markiert den Übergang zur neuen Konsolengeneration und zeigt, dass Sony seine Ressourcen stärker auf die PlayStation 5 verlagert.

Für die Millionen Spieler der PS4 bleibt der Alltag weitgehend gleich. Online-Multiplayer, das PlayStation Network und der Kauf von Spielen und Zusatzinhalten im PlayStation Store funktionieren weiter. Die Änderungen betreffen vor allem die technischen Werkzeuge, mit denen Studios bestimmte Funktionen in ihre Spiele einbauen.

Sony - RYO Alexandre / Shutterstock.com
Foto: Sony – RYO Alexandre / Shutterstock.com

In der Branche gilt der Rückbau älterer Dienste als üblich, wenn eine Konsole mehr als zehn Jahre auf dem Markt ist. Die PS4 erschien im November 2013. Sony bündelt seine Geschäfte nun auf die PlayStation 5, die laut Unternehmen die eigenen Verkaufserwartungen übertroffen hat.

Welche Schnittstellen laut Bericht wegfallen sollen

Nach den Berichten betrifft der Schritt mehrere Programmierschnittstellen, sogenannte APIs, die bestimmte Spielfunktionen steuern. Darunter sind Title Small Storage und Title User Storage, mit denen Entwickler kleine, spieltitelspezifische Daten in der Cloud ablegen konnten. Genutzt wurden sie meist für Einstellungen und Profilinformationen, die nicht zum Hauptspielstand gehören.

Auf der Liste stehen außerdem Schnittstellen für soziale Funktionen und selten genutzte Community-Features. Sony begründet den Schritt laut Bericht mit einer einheitlicheren und besser skalierbaren Basis über alle Konsolengenerationen hinweg. Die Liste stammt aus einem Bericht des Portals Insider Gaming, eine offizielle Bestätigung von Sony liegt nicht vor.

Was sich für Spieler im Alltag ändert

Für Spieler wirkt die Änderung im Moment vor allem wie ein Vorzeichen. Die Abschaltung von Online-Diensten verläuft in Etappen, wobei zuerst die Entwickler betroffen sind. Danach folgen laut früheren Konsolen-Erfahrungen Einschränkungen beim Verkauf neuer Titel und schließlich die Abschaltung einzelner Spielserver. Sony hat für diese Schritte keinen gemeinsamen Zeitplan veröffentlicht, die Botschaft ist aber klar: Die Zukunft des PlayStation-Erlebnisses liegt bei der PS5. Ein Beispiel mit festen Daten gibt es bereits. Der Browser-Schutz Kids Safety und Web Security von Trend Micro, den Sony für die PS4 anbot, wird laut Supportseite der Sony ab dem 25. August 2026 nicht mehr verkauft und am 25. August 2027 abgeschaltet.

Warum Sony Ressourcen auf die PS5 verlagert

Der wichtigste Grund ist die Verteilung der Ressourcen. Der Betrieb alter Netzwerkdienste braucht Ingenieurteams, Serverwartung und laufende Kosten. Sony will dieses Geld in den Ausbau des PS5-Ökosystems stecken.

Der Verkaufserfolg der PS5 stützt diese Linie. Die Konsole ist seit ihrem Start im November 2020 weltweit mehr als 60 Millionen Mal verkauft worden. Die Nachfrage der Kunden bleibt damit stark.

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Sony setzt außerdem auf Zubehör und Zusatzgeräte für die neue Generation. Die Virtual-Reality-Brille PlayStation VR2 und der Remote-Player PlayStation Portal sind dafür Beispiele. Beide Geräte sollen ein intensiveres und vielfältigeres Spielerlebnis ermöglichen.

Auch die Eigenproduktionen der Studios sind betroffen. Titel wie Marvel’s Spider-Man 2 wurden exklusiv für die PS5 entwickelt und nutzen die schnelle SSD sowie die haptische Rückmeldung des DualSense-Controllers. Damit verbindet Sony die Spielerbasis stärker mit der neuen Konsole.

Die PS4 in Zahlen und ihre größten Spiele

Die PS4 kam im November 2013 auf den Markt und verkaufte sich weltweit mehr als 117 Millionen Mal. Damit gehört sie zu den meistverkauften Spielkonsolen überhaupt. Der Erfolg beruhte auf einem günstigen Gerät, einer einfachen Benutzeroberfläche und einer Reihe von Exklusivtiteln, die von der Kritik gelobt wurden.

Die Konsole machte außerdem das Teilen von Spielinhalten populär. Über die Taste Share am DualShock-4-Controller konnten Spieler ihr Spiel live streamen und Screenshots oder Videos teilen. Diese Funktion ist heute in der Branche weit verbreitet.

Zu den Titeln, die die Generation prägten, gehören unter anderem:

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  • God of War (2018)
  • The Last of Us Part II
  • Marvel’s Spider-Man
  • Horizon Zero Dawn
  • Bloodborne
  • Uncharted 4: Das Ende eines Diebes
  • Ghost of Tsushima

Abwärtskompatibilität erleichterte den Umstieg auf die PS5

Der Wechsel von der PS4 zur PS5 fiel vielen Spielern leicht, weil die neue Konsole rückwärtskompatibel ist. Laut Sony lassen sich mehr als 99 Prozent der umfangreichen PS4-Bibliothek auf der PS5 spielen. Für viele Käufer war das ein wichtiger Grund, die Konsole zu wechseln.

Die Investitionen in digitale und physische PS4-Spiele gehen so nicht verloren. Viele Titel laufen auf der PS5 sogar besser, mit kürzeren Ladezeiten, stabileren Bildraten und in manchen Fällen mit höherer Auflösung.

Online-Dienste als Teil jedes Konsolenlebens

Der Lebenszyklus moderner Konsolen hängt eng mit den Online-Diensten zusammen. Das schrittweise Ende der Unterstützung für ältere Plattformen gehört dazu, damit neue Technik eingeführt werden kann. Bei der PlayStation 3 und der PS Vita hat Sony ähnlich gehandelt.

Was für die PS4 als Nächstes ansteht

Die Branche wartet nun auf die nächste Mitteilung von Sony zur PS4. Denkbar ist, dass die Unterstützung in den kommenden Jahren Stufe für Stufe sinkt und später auch der digitale Store für Neukäufe schließt. Für den Gesamtbetrieb der Konsole gibt es bislang keinen offiziellen Zeitplan. Am 6. November 2026 endete laut dem Portal GamingHQ außerdem die Unterstützung von Call of Duty: Warzone für die PS4.

Wer den Browser der PS4 noch nutzt, findet die kostenlosen Kindersicherungen in den Systemeinstellungen der Konsole. Dort lässt sich der Browser für einzelne Benutzerprofile sperren.

Luís Henrique Costa é jornalista formado pela FMU, editor-chefe e fundador do Mix Vale, portal de notícias em atividade desde 2013. Responde pela direção editorial do veículo, que cobre Brasil e mundo em economia, benefícios sociais, esportes, tecnologia, ciência e entretenimento. Atua na área há mais de 15 anos e lidera uma equipe de cerca de 15 colaboradores.

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