Neue Kreaturen entdeckt: Expeditionen im Indischen Ozean finden 149 unbekannte Arten
Meeresforscher haben in den Tiefen des Indischen Ozeans insgesamt 149 neue Tierarten identifiziert. Die Funde erfolgten in der Nähe der isolierten Keeling-Inseln, etwa 2.100 Kilometer vor der Nordwestküste Australiens. Die Entdeckungen wurden auf 22 Seebergen während Expeditionen in den Jahren 2021 und 2022 an Bord des RV Investigator gemacht und in der Juni-Ausgabe 2026 der Zeitschrift Deep Sea Research Part II: Topical Studies in Oceanography detailliert beschrieben.
Details zu den neu gefundenen Arten

Unter den neu entdeckten Exemplaren stechen einige Tiere mit besonderen Eigenschaften hervor. Katalogisiert wurden eine Schwammkrabbe, die wirbellose Meerestiere als eine Art Schutzhülle nutzt, ein Seestern mit robuster Struktur und ein Wurm mit durchsichtigem Körper.
Die Erforschung hat bemerkenswerte Tiefen erreicht, wobei bestimmte Lebewesen mehr als 4.800 Meter von der Meeresoberfläche entfernt registriert wurden. Ein kleiner Ringelwurm mit einem sehr starren Körper war eines der Lebewesen, die unter diesen extremen Bedingungen gesehen wurden und in der wissenschaftlichen Gemeinschaft für Überraschung sorgten.
Die Forschung umfasste eine Zusammenarbeit zwischen Experten des Australian Museum, CSIRO und Museums Victoria. Gemeinsam sammelten sie mehr als tausend Exemplare, die derzeit in australischen Institutionen aufbewahrt werden und als Grundlage für zukünftige Studien dienen werden.
Wissenschaftler und die CSIRO-Organisation betonen, dass die gewonnenen Informationen für die Verwaltung des australischen Netzwerks isolierter Meeresparks von entscheidender Bedeutung sind. Diese Daten sind für die Bekämpfung der durch menschliches Handeln verursachten Auswirkungen auf die Ozeane von entscheidender Bedeutung.
Experten betonen die Relevanz der in Seebergen beobachteten Artenvielfalt, die als Verbindungsglieder oder natürliche „Stufen“ fungieren. Diese Rolle ist von wesentlicher Bedeutung, da sie die Bewegung verschiedener Formen des Meereslebens erleichtert, die Mischung einzigartiger Fauna mit häufiger vorkommenden Arten fördert und den genetischen und ökologischen Austausch zwischen verschiedenen Regionen des Ozeans bereichert.
Andere Kreaturen wurden bereits auf Expeditionen identifiziert
Zusätzlich zu den jüngsten Tiefseefunden hatte CSIRO bereits frühere Entdeckungen veröffentlicht, die auf denselben RV Investigator-Expeditionen gemacht wurden. Unter ihnen wurden ein Gefleckter Hornhai und eine Seegurkenart namens O’Loughlin entdeckt, die sich durch zehn Beinpaare und röhrenförmige Vorsprünge auf dem Rücken auszeichnet.
In einer Erklärung gegenüber People betonte Claire Rowe, Mitunterzeichnerin des wissenschaftlichen Artikels, dass die Tiefseezonen der Ozeane noch weitgehend unbekannt seien. Sie betonte, dass die Freilegung dieser Ökosysteme eine grundlegende Verantwortung sei, um ihren Schutz vor aktuellen Gefahren zu gewährleisten.
Die Forscher sagen, dass die aus diesen Umfragemissionen gewonnenen grundlegenden Erkenntnisse eine unverzichtbare Unterstützung für Institutionen wie Parks Australia darstellen. Diese Datenbank trägt direkt zum Management der Artenvielfalt der Ozeane bei und kommt nicht nur der australischen Nation, sondern auch der Welt zugute.
















