Interne Krise in Uruguay explodiert: Athleten stellen Bielsas Methoden am Vorabend des Zusammenstoßes mit Spanien in Frage
Hinter den Kulissen ist in der uruguayischen Nationalmannschaft große Spannung ausgebrochen, nur wenige Tage vor dem entscheidenden Aufeinandertreffen gegen Spanien in der Gruppe H der Weltmeisterschaft. Berichten zufolge äußerten mehrere Sportler, darunter Federico Valverde von Real Madrid und Torhüter Rochet von Internacional, tiefe Unzufriedenheit mit Trainer Marcelo Bielsa. Sie hätten eine Überprüfung der Arbeitsmethoden und der Strategie für das entscheidende Spiel gefordert.
An der Demonstration der Unzufriedenheit beteiligten sich auch Manuel Ugarte und Rodrigo Bentancur. Quellen aus der Nähe der Situation gaben an, dass die Athleten ein direktes Treffen mit Bielsa beantragt hatten, einem Trainer, der für seine äußerst anspruchsvolle Arbeitsmethodik bekannt ist. Während des Treffens äußerten sie Bedenken hinsichtlich des intensiven Trainingsumfangs, der als Ursache für Verletzungen in der Vorbereitungsphase identifiziert wurde, ein Merkmal, das oft mit Bielsas Methoden in Verbindung gebracht wird, die von seinen Teams maximale körperliche und taktische Leistung anstreben.
Zusätzlich zu den Beschwerden über die körperliche Belastung hätten die Athleten Änderungen in den Proben gefordert und einen anderen taktischen Ansatz für das Duell gegen Spanien vorgeschlagen, indem sie ein „Low-Block“-System verteidigten und schnelle Gegenangriffe erprobt hätten. Als Reaktion auf die Forderungen hätte der argentinische Kommandant ein neues Treffen einberufen, dieses Mal mit der gesamten Mannschaft, um seine Vision des Spiels gespiegelt dem Gegner vorzustellen.
Trainer Marcelo Bielsa ergriff in der anschließenden Sitzung das Wort und widmete 48 Minuten der detaillierten Erläuterung der vielfältigen Aspekte und Grundlagen seiner Arbeitsmethodik. In seiner Erklärung hätte er frühere Versuche von Spielern erwähnt, ihn zu entfernen, und insbesondere die Nichteinberufung von Luis Suárez und die Abwesenheit von Mittelfeldspieler Nahitan Nández von der Liste für die Weltmeisterschaft angeführt.
Berichten zufolge behauptete der argentinische Trainer auch, maßgeblich am Aufbau der Karrieren mehrerer Spieler der Nationalmannschaft beteiligt gewesen zu sein, und nannte dabei Namen wie Cáceres und Maxi Araújo. Die Aussage löste bei einigen Athleten eine sofortige Reaktion aus, die den Raum verließen. Verteidiger Jose Maria Gimenez versuchte, den Konflikt zu schlichten, doch seine Bemühungen blieben erfolglos.
Einer der Direktoren des uruguayischen Fußballverbandes, der sich der problematischen Beziehung zwischen der Mannschaft und dem technischen Kommando bewusst war, gab Berichten zufolge an, dass der Verbleib des Trainers an der Spitze der Mannschaft eine Frist habe. Dem Bericht zufolge würde Bielsa nicht länger als einen Monat in dieser Position bleiben.
Während der Pressekonferenz von Marcelo Bielsa und Stürmer Rodrigo Aguirre am Vorabend des Spiels gegen Spanien wurde die Angelegenheit nicht öffentlich angesprochen. Bisher haben sich die beteiligten Spieler, der Trainer und der uruguayische Fußballverband dazu entschieden, keine offiziellen Erklärungen zu den Vorfällen abzugeben.
Nach unbefriedigenden Ergebnissen bei den Unentschieden gegen Saudi-Arabien und Kap Verde steht die uruguayische Mannschaft vor einer Alles-oder-Nichts-Situation. Um sich den Einzug in die zweite Phase der Weltmeisterschaft zu sichern, braucht das Team einen zwingenden Sieg in der Endrunde der Gruppe H.
















