Valve macht aufgrund der Chipkrise die neue Generation der Steam Machine offiziell mit einem Startpreis von 1.049 US-Dollar
Die Videospielbranche hat endlich von Valves offiziellen Plänen für die lang erwartete Rückkehr in die Wohnzimmer erfahren. Nachdem im Internet mehrere Gerüchte kursierten, bestätigte der Entwickler die Einführung seines neuen Hybridgeräts, das die Vielseitigkeit eines Personalcomputers mit der Praktikabilität einer Konsole mit einem Linux-System kombiniert.
Die Auswirkungen der Halbleiterknappheit forderten ihren Tribut von dem Projekt und erhöhten die Kosten der Einstiegsversion, ausgestattet mit 512 GB Speicherplatz, auf 1.049 US-Dollar (rund 5.403 R$ bei direkter Umrechnung). Der Hersteller erklärte, dass die weltweite Krise in der Speicherproduktion der Hauptgrund dafür sei, dass der Endwert über den ursprünglichen Erwartungen des Elektronikmarktes liege.

Um die Nachfrage zu organisieren und die Aktion virtueller Scalper zu vermeiden, finden die Erstverkäufe nach strengen Regeln im Steam-Store selbst statt. Das Unternehmen führte bei Reservierungen ein zufälliges Warteschlangenmodell ein und wiederholte damit die gleiche Sicherheitsstrategie, die einen faireren Verkaufsfluss bei der Ankunft des tragbaren Steam Decks gewährleistete.
Wer sich für das Basismodell entscheidet, zahlt allein für das Gerät mit NVMe-SSD-Speicher 1.049 US-Dollar. Das Unternehmen hat jedoch eine Werbekombination für 1.128 US-Dollar (ca. 5.809 R$) vorbereitet, die den begehrten Steam Controller enthält. Da der separate Joystick 99 US-Dollar kostet, bietet das gemeinsame Paket eine kleine Ersparnis für den Verbraucher.
Nutzer, die umfangreiche Spielbibliotheken benötigen, erhalten eine Premium-Variante mit einer NVMe-SSD mit 2 TB Kapazität. Diese robuste Edition kostet allein 1.349 US-Dollar oder 1.428 US-Dollar im Paket mit dem offiziellen Controller. Als ästhetischen Bonus erhalten Käufer dieses teureren Modells zwei exklusive Seitenabdeckungen, um die Optik der Hardware individuell zu gestalten.
Obwohl die Investition wesentlich höher ist als die, die für eine PlayStation 5 oder Xbox Series X erforderlich ist, weicht der Vorschlag hier vom traditionellen Konsolenkrieg ab. Im Gegensatz zum ersten gescheiterten Versuch bei Steam Machines im Jahr 2015 verfügt das System nun über die ausgereifte Proton-Kompatibilitätsschicht, die es dem Gerät ermöglicht, als echter Gaming-PC mit reduzierten Abmessungen zu fungieren und praktisch jeden Windows-Titel nativ im Wohnzimmer auszuführen.
Selbst mit diesem technologischen Vorteil dürfte der Preis einen beträchtlichen Teil der Gelegenheitsöffentlichkeit abschrecken. Der jüngste Anstieg der Herstellungskosten, insbesondere bei RAM-Speichermodulen, hat nicht nur das Endprodukt teurer gemacht, sondern auch die Anzahl der Geräte, die in dieser ersten Phase in die Regale gelangen, erheblich beeinträchtigt.
Der offizielle Zeitplan sieht vor, dass Interessenten bis zum 25. Juni Zeit haben, ihr Interesse auf der Plattform anzumelden und zu versuchen, sich einen Platz in der ersten Runde zu sichern. Nach diesem Zeitraum zieht ein Algorithmus registrierte Benutzer an, sendet exklusive Einladungen zum Abschluss der Zahlung oder weist die anderen auf eine sekundäre Warteliste um.
Die Führung von Valve selbst hat transparent zugegeben, dass Engpässe in der Lieferkette zu einer drastischen Einschränkung der Montagekapazitäten in den Fabriken geführt haben. Aus diesem Grund kann das Unternehmen nicht garantieren, wie viele Einheiten am Tag der Veröffentlichung bereit sein werden, was die Fans darauf vorbereitet, dass sie möglicherweise monatelang warten müssen, bis sie die Ausrüstung erhalten.
Hauptspezifikationen und interne Komponenten des neuen Kompaktcomputers
- Prozessor (CPU): Von AMD angepasster Chip auf Basis der Zen-4-Architektur, der mit 6 physischen Kernen und 12 Threads arbeitet und Geschwindigkeiten von bis zu 4,8 GHz bei einem Verbrauch (TDP) von 30 W erreicht.
- Grafikkarte (GPU): Integrierte AMD-Grafiklösung mit RDNA 3-Technologie, die 28 Recheneinheiten, maximale Frequenzen von 2,45 GHz und eine Leistungsbegrenzung von 110 W liefert.
- Systemspeicher: Das Set verfügt über 16 GB DDR5-Standard-RAM, begleitet von 8 GB GDDR6-VRAM für die Grafik.
- Interner Speicher: 512 GB oder 2 TB NVMe SSD-Optionen, beide ausgestattet mit einem leistungsstarken microSD-Kartenleser zur Erweiterung.
- Drahtlose Netzwerke und Verbindungen: Erweiterte Unterstützung mit Wi-Fi 6E (2×2 Antennen), Bluetooth Version 5.3, Gigabit-Ethernet-Netzwerkanschluss und einem integrierten 2,4-GHz-Funkempfänger exklusiv für den Steam Controller.
- Physische Eingänge: Die Vorderseite verfügt über zwei USB-A 3.2 Gen 1-Anschlüsse, während sich auf der Rückseite zwei USB-A 2.0, ein USB-C 3.2 Gen 2 sowie DisplayPort 1.4-Videoausgänge (unterstützt 4K bei 240 Hz oder 8K bei 60 Hz) und HDMI 2.0 (begrenzt auf 4K bei 120 Hz) befinden.
- Zusätzliche Funktionen: Das System unterstützt HDR-Bilder, AMD FreeSync-Technologie, Monitorverkettung über DisplayPort, CEC-Mediensteuerung über HDMI und verfügt über einen Lichtstreifen mit 17 vollständig anpassbaren RGB-LEDs.
- Basissoftware: Auf dem Gerät läuft die dritte Version von SteamOS, die auf der Arch-Linux-Distribution basiert und die KDE-Plasma-Benutzeroberfläche verwendet.
- Abmessungen und Gewicht: Das Gehäuse misst 156 x 152 x 162,4 mm (bei einer Höhe von 148 mm, wenn Sie die Stützbasis entfernen) und wiegt etwa 2,6 kg.
















