Neue Beobachtungen von James Webb von der NASA erklären, wie sich Schwarze Löcher ernähren
Jüngste Analysen des James-Webb-Weltraumteleskops (JWST) der NASA könnten endlich eines der größten Rätsel der Astronomie gelüftet haben: Wie supermassereiche Schwarze Löcher ihren Lebensunterhalt erhalten. Die Entdeckungen, datiert14. Juli 2026bringen Astronomen dem Verständnis der Dynamik dieser kosmischen Riesen einen Schritt näher.
Ein internationales Team unter der Leitung von Forschern der Universität Montreal, Kanada, veröffentlichte die Ergebnisse ihrer neuen Forschung im Astrophysical Journal. Die Studie präsentiert die klarsten Bilder, die jemals von gasförmigen Filamenten gemacht wurden, Strukturen, die die Atmosphäre einer Galaxie mit der rotierenden Scheibe verbinden, die als Nahrung für das zentrale supermassereiche Schwarze Loch dient.
Eine eingehende Analyse dieser Daten eröffnet einen grundlegenden Weg zum Verständnis, wie Schwarze Löcher Materie verbrauchen, ein Phänomen, das die wissenschaftliche Gemeinschaft seit vielen Jahrzehnten fasziniert.
Den faszinierenden Nahrungsprozess von Schwarzen Löchern verstehen
Forschungskoautorin Megan Donahue, Professorin für Physik und Astronomie an der Michigan State University (MSU), betonte, dass JWST-Beobachtungen eine immense Menge an neuen Informationen und Messungen liefern, deren vollständige Verarbeitung eine echte Herausforderung darstellt. Ihr zufolge arbeiten alle zusammen, um die astrophysikalischen Fragen zu lösen, wie diese Schwarzen Löcher ihren Treibstoff erhalten und wie sie mit ihren jeweiligen Wirtsgalaxien interagieren.
Supermassereiche Schwarze Löcher sind die Säulen der meisten Galaxien im Universum, deren Massen zwischen dem Millionen- und Milliardenfachen der Sonnenmasse variieren können. In aktiven Galaxienkernen (AGN) verbrauchen diese zentralen Schwarzen Löcher große Mengen an umgebendem Material und stoßen starke Jets aus, die die Bildung umgebender Galaxien beeinflussen.
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Diese intensive Aktivität hat Wissenschaftlern seit langem ein Rätsel aufgeworfen. Man erwartete, dass die Jets eines aktiven galaktischen Kerns durch Erhitzen des umgebenden Gases die Treibstoffversorgung des Schwarzen Lochs unterbrechen würden. Dies warf die Frage auf, wie diese Objekte weiterhin kontinuierlich Materie anreicherten.

Forscher testen Hypothese über galaktischen Treibstoff
Um die Untersuchung zu vertiefen, testeten die Wissenschaftler die Haupttheorie, die das Phänomen erklären sollte: Das erhitzte Gas kühlt mit der Zeit ab, kondensiert zu langen Filamenten und kehrt zum Zentrum der Galaxie zurück, wodurch das Schwarze Loch wieder aufgefüllt wird.
Mit dem Ziel, diese Hypothese zu bestätigen, wurde das JWST an eine der natürlichen Umgebungen geschickt, die für die Untersuchung von AGNs am förderlichsten sind: die Galaxie NGC 4696. Diese Galaxie liegt im Herzen des Centauri-Clusters, etwa 145 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt, und ist ein ideales Labor für solche Beobachtungen.
Mit dem NIRSpec-Instrument von JWST führte das Team acht Stunden lang Beobachtungen durch. Während dieser Zeit kartierten sie die Gasbewegung in den tiefsten Regionen der Galaxie – dem Bereich, in dem die Anziehungskraft des Schwarzen Lochs ihren größten Einfluss ausübt – mit einer beeindruckenden Auflösung von etwa 30 Lichtjahren.
Die gesammelten Daten zeigten eine Gasscheibe mit einem Durchmesser von 800 Lichtjahren, die sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 600 Kilometern pro Sekunde um das supermassereiche Schwarze Loch dreht. Verbunden mit dieser schnell rotierenden Scheibe wurde ein großes fallendes Filament identifiziert, das Gas nach innen leitet und den aktiven galaktischen Kern speist.
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Details zum Unterstützungsmechanismus des Schwarzen Lochs
Diese entscheidende Entdeckung füllt eine grundlegende Lücke im Verständnis, wie supermassive Schwarze Löcher sich selbst erhalten. Die Forscher vermuten, dass, nachdem das Schwarze Loch Energie in das umgebende Gas injiziert und es erhitzt, dieses Material schließlich Wärme verliert und zu schmalen Filamenten kondensiert, die sich über Hunderttausende Lichtjahre erstrecken. Geführt durch Magnetfelder fallen diese Filamente in Richtung Zentrum der Galaxie, wo sie in die rotierende Akkretionsscheibe integriert werden.
Das Team führte außerdem eine Reihe von Computersimulationen auf der Grundlage dieses vorgeschlagenen Modells durch, und die Ergebnisse zeigten, dass das vorhergesagte Verhalten sehr genau den Beobachtungen des JWST entsprach. Obwohl zur endgültigen Bestätigung weitere Beobachtungen erforderlich sind, bieten die Ergebnisse eine solide Unterstützung für die Filament-Feed-Hypothese.
Mark Voit, Co-Autor und Professor für Physik und Astronomie an der MSU, drückte seine Freude darüber aus, Teil dieses Projekts zu sein. Er fügte hinzu, dass die Berechnungen seiner Gruppe an der Michigan State University vorhersagten, dass Magnetfelder für den Transport von kaltem Gas zu den größten Schwarzen Löchern im Universum von entscheidender Bedeutung sein sollten, und dass es überraschend sei, dass diese Vorhersage in den JWST-Bildern zum Tragen kommt.
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Die vollständige wissenschaftliche Arbeit mit dem Titel „JWST enthüllt, wie schwarze Löcher angetrieben werden: Kiloparsec-Scale Multiphase Filaments Power Sub-kiloparsec Circumnuclear Disks“ wurde in The Astrophysical Journal Letters veröffentlicht.
















