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Ariana Grande liefert Album „Petal mit experimentellem Sound und explizit wütenden Texten ab

Ariana Grande - Instagram
Foto: Ariana Grande - Instagram

Ariana Grandes neu veröffentlichtes Album „Petal“ ist ein düsterer, direkter Kontrapunkt zu ihrem vorherigen Werk, „Eternal Sunshine“ aus dem Jahr 2024. Die Künstlerin taucht in rauere und flüchtigere Emotionen ein und distanziert sich von der verinnerlichten Melancholie, die ihre Vorgängerin charakterisierte.

Die künstlerische Wende: von „Eternal Sunshine“ bis zu den Tiefen von „Petal“

Ariana Grandes neues Werk, das mit denselben Produzenten wie „Eternal Sunshine“ entwickelt wurde, überrascht, indem es die Erwartung einer einfachen Fortsetzung bricht. Weit davon entfernt, nur „mehr vom Gleichen“ zu sein, offenbart „Petal“ eine viel düsterere und direktere Seite der Sängerin. Während sich das vorherige Album mit Themen wie Widerstandskraft nach einem gebrochenen Herzen befasste, zeichnet sich dieses neue Werk durch das Fehlen von Filtern und seinen Umgang mit intensiven Gefühlen wie Wut und Verlangen aus und verspricht den Hörern ein anderes Erlebnis.

Ariana Grande spricht über die „ungefilterte Wut“, die das neue Projekt inspiriert hat

Ariana Grande selbst hatte ihre Fans bereits auf diese Transformation vorbereitet und in einem Interview erwähnt, dass das Album Vertrautheit und Trost bringen würde, für sie aber auch „sehr experimentell und anders“ sein würde. Sie gestand, dass sie „von einem Ort aus schrieb, den ich normalerweise nicht nutze, nämlich von ungefilterter Wut“, und fügte hinzu, dass sie normalerweise „zu schüchtern sei, um darauf zuzugreifen“. Diese Aussage unterstreicht den mutigen und persönlichen Charakter, der jeden Track auf „Petal“ durchdringt.

Explizite Texte und ein rachsüchtiger Ton kennzeichnen die neue Ära der Sängerin

Hinter Arianas ausgefeilter Popproduktion und tadellosem Sopran offenbaren die Texte von „Petal“ eine neue Tiefe und Intensität. Die Sängerin beschäftigt sich explizit mit den Themen Rache und Sexualität und bedient sich eines Vokabulars, das über ihre bisherigen Werke hinausgeht. Zu den denkwürdigsten Zeilen des Albums gehören:

  • „Wisse, dass ich den Weg von dir finden werde wie Blumen aus einem Grab“
  • „Alle meine Lieblingsgeschichten enden in einer Art Katastrophe“
  • „Ich bin kein Opfer, Schlampe, ich ertrinke praktisch in meinen Segnungen“
  • „Viel Glück auf dem Weg zur Hölle“
  • „Die Muschi ist so süß, dass ihm eine Träne aus den Augen lief“
  • „Dieser Sex wird einen erwachsenen Mann zum Weinen bringen“
  • „Das Gras ist so viel grüner, seit ich unter dir bin“
  • „Niemand fickt dich so wie ich“

Diese lyrische Kühnheit wird durch ein klares Leitbild ergänzt: „Ich halte meine Fersen hoch, mein Ego klein, aber ich bin immer noch groß“, was ihre Identität und Macht bekräftigt.

Die Soundentwicklung: von Pop bis Experimental mit vielfältigen Einflüssen

Auch musikalisch stellt „Petal“ eine bedeutende Entdeckungsreise dar. Das Album, das von Ilya Salmanzadeh gemeinsam mit Ariana Grande produziert wurde (wobei Max Martin nur auf drei Titeln beitrug), zeigt mutigere Tendenzen. Es gibt Momente, die an Künstler wie FKA Twigs und sogar The Weeknd erinnern, wobei knisternde Synthesizer und minimalistische Beats für eine eindringliche Atmosphäre sorgen. Der Titel „Like I Do“ beispielsweise baut aus einer zunächst sanften Instrumentalfigur einen unheimlichen und imposanten Sound auf. Viele Songs verwenden Ilyas charakteristische, schrullige Synthesizer-Linien.

Album-Highlights: Tracks, die Komplexität und Sinnlichkeit vereinen

Die Single „Hate That I Made You Love Me“ dient als hervorragender Einstieg in den experimentelleren Sound des Albums, der Schönheit und Besonderheit vereint. Andere Titel wie „Kiss Me“ und „Freak“ behalten einen vertrauteren Klang bei, aber die Vielfalt von „Petal“ manifestiert sich in Songs wie dem eindrucksvollen Titeltrack, der eine komplexe und fröhliche Melodie mit einem pulsierenden Rhythmus mischt, der an Portishead erinnert, fast wie zwei synchrone Songs.

Selbst die einfachsten Kompositionen zeigen einen neuen Ansatz. „Never Get Over Me“ bietet einen coolen Funk-Beat und einen sanften Gesang, begleitet von einem psychotischen Sirenensound, der an die Wut von Beatrix Kiddo in „Kill Bill“ erinnert. „Bad Thing (Bunny Hop)“ überrascht mit einem schnellen Rhythmus und New-Wave-Anklängen, während „Big Feelings“ eine Sinnlichkeit erforscht, die in den bisherigen Werken des Sängers selten zu hören war. Die einzige melancholische Ausnahme, die Ballade „Nowhere, Nobody“, beendet das Album mit hallenden Gitarren und einer pulsierenden rhythmischen Basis, greift die Melancholie von „Eternal Sunshine“ auf und endet auf poetische und bewusst ungewöhnliche Weise.

Eine neue Ebene in der Diskographie von Ariana Grande

„Petal“ ist kein einfacher oder offensichtlicher Übergang in Ariana Grandes Karriere; Es ist zweifellos die größte musikalische Veränderung, die sie je vorgenommen hat. Es ist jedoch auch sein umfassendstes Werk, sowohl musikalisch als auch textlich. Die Sängerin verbessert weiterhin ihre virtuosen Fähigkeiten als Sängerin und Arrangeurin, erreicht mit Leichtigkeit die höchsten Tonlagen und demonstriert neue emotionale Nuancen. Das Album festigt ihre künstlerische Entwicklung und zeigt, dass Ariana Grande mit acht Werken in ihrer Diskographie immer noch die Fähigkeit besitzt, zu überraschen und innovativ zu sein.

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