Iran erwägt Angriffe auf SpaceX- und Starlink-Einrichtungen im Nahen Osten als Vergeltung für die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump. Die staatliche Nachrichtenagentur Fars berichtete am Donnerstag (11), dass Teheran sich das Recht vorbehält, Vermögenswerte, die mit Elon Musk in Verbindung stehen, in der Region ins Visier zu nehmen.
Die Erklärung kommt Stunden, nachdem Trump seine Warnungen wiederholt hatte, dass die USA den Iran heute Abend „sehr hart“ bombardieren könnten, wenn es bei den Verhandlungen keine Fortschritte gebe. Der amerikanische Präsident erwähnte ausdrücklich die Kontrolle über die Insel Kharg, auf die rund 90 % der iranischen Ölexporte entfallen, sowie über andere Punkte der Energieinfrastruktur.
Die doppelte Nutzung von Starlink sorgt für Spannung
Starlink, im Iran verboten, wurde während der von der Regierung verordneten Internetsperren zu einem unverzichtbaren Instrument für Regimegegner. Protestanten nutzten Systemterminals, um die Kommunikation aufrechtzuerhalten und Bilder der Unterdrückung zu verbreiten. Parallel dazu kaufte die amerikanische Regierung Tausende von Kits und schickte sie ins Land, um Dissidenten zu unterstützen, insbesondere nach der Protestwelle im Januar 2026.
Berichten zufolge spielte Starlink während des 40-tägigen Konflikts mit dem Iran auch eine Rolle bei Militäroperationen der USA und ihrer Verbündeten, obwohl Musk in einem Reuters-Bericht Details über den Missbrauch ziviler Terminals auf Drohnen bestritt. Der Milliardär gab zu, gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen zu haben, schob die Verantwortung jedoch auf Dritte zurück.
Was ändert sich in der Praxis?
Die iranische Bedrohung erhöht das Risiko für die Satelliteninfrastruktur und Bodenstationen von SpaceX in Ländern wie Israel, Katar, Jordanien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Oman. Jeder direkte Angriff oder Cyberangriff könnte nicht nur die zivile Kommunikation, sondern auch militärische und nachrichtendienstliche Operationen in der Region beeinträchtigen. Für den Iran stellt die Bewegung eine asymmetrische Form der Reaktion auf den amerikanischen Druck auf Öl und Infrastruktur dar.
Die Episode beleuchtet die zunehmende Militarisierung des Weltraums und die Abhängigkeit von privaten Unternehmen wie SpaceX in modernen Konflikten – ein Muster, das zuvor in der Ukraine beobachtet wurde, jetzt aber im Nahen Osten getestet wurde und direkte Auswirkungen auf die globale Konnektivität und Energiestabilität hat.

