Milliardenschulden führen Kette von 21 Einkaufszentren in den USA zum zweiten Mal in die Insolvenz
Ein Riese im Einkaufszentrumsektor in den Vereinigten Staaten, PREIT (Pennsylvania Real Estate Investment Trust), reichte im Dezember 2023 einen neuen Antrag auf gerichtliche Beitreibung ein. Dies ist das zweite Mal in nur drei Jahren, dass das Unternehmen Schutz vor Gläubigern beantragt und eine Verschuldung von rund 11 Milliarden R$ aufweist. Das erneute Auftreten dieser Situation gibt Anlass zu großer Sorge auf dem amerikanischen Gewerbeimmobilienmarkt, der mit einem Szenario tiefgreifender Veränderungen und wirtschaftlicher Belastungen konfrontiert ist.
Wer ist PREIT, der kämpfende Einkaufszentrumbetreiber?
PREIT, ein in Philadelphia ansässiger Immobilieninvestmentfonds, ist das Unternehmen, das im Mittelpunkt dieser neuen Runde finanzieller Schwierigkeiten steht. Zum Zeitpunkt des Gerichtsverfahrens verwaltete das Unternehmen ein Portfolio, das 21 große Einkaufszentren und mehrere andere mit der Gruppe verbundene Gewerbeimmobilien umfasste. Selbst mit einer konsolidierten Präsenz reichte die Struktur von PREIT nicht aus, um sich vor den wachsenden Turbulenzen in der Branche zu schützen.
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Krise im physischen Einzelhandel: ein herausforderndes Szenario für amerikanische Einkaufszentren
Die wiederkehrende Krise, mit der PREIT konfrontiert ist, spiegelt ein umfassenderes strukturelles Problem wider, mit dem das US-Einkaufszentrumssegment zu kämpfen hat. Das exponentielle Wachstum des E-Commerce hat die Verbrauchergewohnheiten radikal verändert und einen erheblichen Teil der Kunden von physischen Geschäften ferngehalten. Darüber hinaus wirken sich die Veränderungen nach der Pandemie mit hybridem Arbeiten und der Wertschätzung von Online-Erlebnissen weiterhin auf die Vitalität von Einkaufszentren aus. Makroökonomische Faktoren wie steigende Zinssätze verteuern die Kreditvergabe und die Wartung großer Projekte und sorgen für zusätzliche Komplexität.
Die Unwirksamkeit der ersten gerichtlichen Beitreibung im Jahr 2020
Zuvor hatte PREIT bereits im November 2020, mitten in der Anfangsphase der Covid-19-Pandemie, gerichtlichen Schutz beantragt. Obwohl der Prozess im Dezember desselben Jahres schnell abgeschlossen wurde, erwies sich die Umstrukturierung nicht als wirksam zur Lösung der langfristigen Herausforderungen des Unternehmens. Aus den von der Geschäftsführung selbst vorgelegten Unterlagen ging hervor, dass die befristete Vereinbarung nicht genügend Liquidität generierte und die wirtschaftlichen Probleme weiterhin bestehen und die finanzielle Nachhaltigkeit der Gruppe mittel- und langfristig gefährden.
Die Höhe der Schulden und das Eigenkapitalloch von PREIT
- Gesamtschulden:Verbindlichkeiten in Höhe von ca. 11 Mrd. R$.
- Gesamtvermögen:rund 9,35 Milliarden R$ an Vermögenswerten und Rechten.
- Das Ungleichgewicht zwischen Verbindlichkeiten und Vermögenswerten führte zu einem Eigenkapitaldefizit, was darauf hindeutet, dass das Unternehmen zum Zeitpunkt des Rückforderungsantrags mehr finanzielle Verpflichtungen als die Mittel zur Begleichung hatte.
Auswirkungen für Einzelhändler und andere Geschäftspartner
Die Auswirkungen der PREIT-Krise gehen über die eigenen Finanzen hinaus und betreffen ein riesiges Netzwerk von Partnern. Zu den größten ungesicherten Gläubigern des Betreibers gehört der schwedische Riese H&M, der Forderungen aus Verträgen hatte, die vor dem Gerichtsbeschluss unterzeichnet wurden. Dieser Fall zeigt beispielhaft, wie die Instabilität großer Immobilienfonds einen Kaskadeneffekt erzeugen kann, der sich auf Ladenbesitzer, Einzelhandelsketten und andere Lieferanten auswirkt, die auf die finanzielle Gesundheit von Einkaufszentren angewiesen sind.
















