Neue Space-Force-Uniform von Donald Trump löst Netzdebatte aus
US-Präsident Donald Trump präsentierte am 6. September über sein Profil auf Truth Social einen grafischen Entwurf für die Dienstkleidung der US Space Force. Das digital erstellte Bild zeigt eine künftige Uniform für das militärische Personal der US-Weltraumstreitkräfte. Der Staatschef verknüpfte die Veröffentlichung mit Plänen für die Ausrüstung künftiger Soldatengenerationen.
Die computergenerierte Grafik zeigt eine dunkelgraue bis schwarze Dienstkleidung für Angehörige der Teilstreitkraft mit kniehohen Stiefeln, einem breiten Gürtel sowie einer Schirmmütze, die in sozialen Netzwerken umgehend Vergleiche mit der historischen SS-Bekleidung und fiktiven Uniformen aus Filmproduktionen wie Star Wars auslöste. Das Schaubild entstand mithilfe von Software zur Bildgenerierung.
Das Bild entstand digital.
Kritik an optischen Parallelen zu historischen Vorbildern und Kinowerken
Kommentatoren im Internet stellten Schnitt und Gestaltung der Kleidung den Uniformen der SS gegenüber, die im nationalsozialistischen Deutschland als Hauptakteur von Verfolgung und Terror diente. Die dunkle Farbgebung, die Schaftstiefel und die Kopfbedeckung weckten bei vielen Betrachtern Erinnerungen an die Ästhetik jener Epoche. Zeitgleich verglichen Nutzer das Design mit Uniformen der Antagonisten aus Star Wars. Trumps Beitrag nannte keine Angaben zu Stoffarten oder potenziellen Herstellern für eine reale Fertigung.
Der Präsident verwies in seinem Beitrag auf ein fiktionales Werk aus der Filmgeschichte. Er begründete die Entwürfe mit der optischen Disziplin der Ausrüstung im Science-Fiction-Film Starship Troopers.
Trump widmete das Konzept den Mitgliedern der Space Force für ihren Dienst zur orbitalen Verteidigung. Die Bezugnahme sollte der Einheit ein modernes Erscheinungsbild verleihen. Beobachter merkten jedoch Widersprüche bei der Wahl dieser Referenz an.
Hintergründe zur filmischen Vorlage von Paul Verhoeven
Der genannte Spielfilm erschien 1997.
Der niederländische Regisseur Paul Verhoeven inszenierte darin Soldaten der Vereinigten Bürgerföderation in einem Krieg gegen außerirdische Rieseninsekten. Verhoeven betonte mehrfach öffentlich, die Erzählung als gezielte Parodie auf Faschismus und extremen Militarismus angelegt zu haben. Trotz verhaltener Einspielergebnisse zum Kinostart entwickelte sich das Werk später zu einem anerkannten satirischen Kommentar auf totalitäre Herrschaftsformen. Trumps explizite Erwähnung heizte die Kontroverse um die politische Symbolik der Uniformen weiter an.
Die Führung des Pentagons bestätigte bisher keine offizielle Übernahme des grafischen Modells. Es blieb unklar, ob der Entwurf lediglich eine persönliche Idee Trumps darstellt oder Teil eines formellen Beschaffungsverfahrens ist.
Trumps Ansprüche auf den Mond und Ausbau der Weltraumakademie
Am selben Tag äußerte sich Donald Trump auf Truth Social zu weiteren Aspekten der Raumfahrtpolitik. Er veröffentlichte eine Aufnahme des Mondes und ergänzte den Beitrag um die Feststellung, der Erdtrabant gehöre den Vereinigten Staaten. Neben dem Himmelskörper platzierte die Botschaft eine US-Flagge zur Bekräftigung des globalen Führungsanspruchs.
Die Regierung beschloss Ende August die Gründung einer eigenen Space Academy.
Die Bildungsstätte soll Nachwuchskräfte ausbilden und spezialisierte Lehrgänge anbieten. Mit der Einrichtung reagiert Washington auf die wachsende militärische Bedeutung erdnaher Umlaufbahnen.
Trumps Dekret legt fest, welche Berufsgruppen die Akademie durchlaufen sollen. Die Einrichtung konzentriert sich auf Personal für Schlüsselbereiche der Weltrauminfrastruktur:
- Astronauten und Wissenschaftler
- Ingenieure und Industrieexperten
- Zivile Angestellte und Militäroffiziere
Absolventen der Akademie müssen nach ihrem Abschluss Pflichtdienste in den Streitkräften oder bei der Raumfahrtbehörde Nasa leisten. Diese Vorgabe sichert den staatlichen Zugriff auf qualifizierte Fachkräfte.
Donald Trump unterschrieb das Dekret.
Luís Henrique Costa é jornalista formado pela FMU, editor-chefe e fundador do Mix Vale, portal de notícias em atividade desde 2013. Responde pela direção editorial do veículo, que cobre Brasil e mundo em economia, benefícios sociais, esportes, tecnologia, ciência e entretenimento. Atua na área há mais de 15 anos e lidera uma equipe de cerca de 15 colaboradores.
