„Höllenschiff aus dem Zweiten Weltkrieg auf den Philippinen entdeckt, mit tragischem Schicksal der Gefangenen
Am 21. September 1944 segelte ein japanisches Schiff durch das Südchinesische Meer und beherbergte in seinen Laderäumen rund 1.200 britische und niederländische Kriegsgefangene. Kampfflugzeuge der Vereinigten Staaten griffen das Schiff an und feuerten vier Torpedos ab, ohne es als Gefangenentransporter zu identifizieren.
Eines der Projektile traf das Schiff direkt, wodurch es innerhalb weniger Minuten schnell zersplitterte und sank. Die meisten alliierten Gefangenen auf den Unterdecks konnten nicht entkommen. Von der Gesamtzahl überlebten nur etwa 200, viele davon in geschwächtem und krankem Zustand, während der genaue Verbleib der Wrackteile in den Tiefen des Ozeans jahrzehntelang ein Rätsel blieb.
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Mehr als 80 Jahre nach dem Vorfall gelang es einem Forscherteam, den Ort des Schiffswracks zu bestimmen. Die Identifizierung war das Ergebnis einer eingehenden Untersuchung, die die Analyse historischer Dokumente aus japanischen und amerikanischen Militärarchiven sowie Sonaruntersuchungen und technische Tauchgänge umfasste. Schließlich befanden sich die Überreste der „Hofuku Maru“ an der Westküste von Luzon, der größten philippinischen Insel, nahe der Provinz Zambales. Die Entdeckung dieses Schiffes stellt einen wichtigen Meilenstein für das Verständnis und die Erinnerung an die Schrecken dar, die die Gefangenen während dieses Konflikts erlebten.
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Während des Zweiten Weltkriegs setzten die japanischen Streitkräfte 56 ähnliche, inoffiziell identifizierte Schiffe ein, um mehr als 62.000 Kriegsgefangene zu transportieren. 19 dieser Schiffe, die aufgrund der unmenschlichen Bedingungen als „Höllenschiffe“ bekannt sind, wurden durch Angriffe alliierter Streitkräfte versenkt, und das Schicksal weiterer fünf ist bis heute unbekannt.
„Die dunklen, metallischen Frachträume hatten einen unerträglichen Gestank und waren furchtbar heiß. Die sanitären Bedingungen waren schrecklich. Sie bekamen sehr wenig Nahrung und fast kein Wasser“, berichtete Tim Beckensall, ein Historiker, der sich dem Zweiten Weltkrieg widmet und an der Suche nach der Hell Ships Memorial Foundation beteiligt ist. Er beschrieb das Szenario als „die schlimmste Umgebung, die man sich vorstellen kann“.
Für diese und andere Entdeckungen, wie zum Beispiel das Schiffswrack „Toyofuku Maru“, war die Helships Memorial Foundation mit Unterstützung des Niederländischen Amtes für Kulturerbe und des Discovery Channel verantwortlich. Die Ergebnisse dieser Erkundungen werden in der ersten Folge der neuen Staffel von Discovery Channels „Expedition Unknown“ vorgestellt, deren Premiere am 24. Juni geplant ist. Es ist wichtig zu beachten, dass sowohl Discovery Channel als auch CNN Teil von Warner Bros. Discovery sind.

















