Der Renault Boreal, ein mittelgroßer SUV, der im São José des Pinhais (PR) hergestellt wurde, wurde bei Europa mit einer neuen Mild-Hybrid-Konfiguration für das Modell getestet. Die Version kombiniert einen Verbrennungsmotor mit einem Elektroantrieb an der Hinterachse und bietet so einen bedarfsgesteuerten Allradantrieb und eine Gesamtleistung von knapp 180 PS. Die aufgenommenen Bilder zeigen Details wie zusätzliches Volumen am Heck und einen seitlichen Auspuffauslass, was das Vorhandensein des e-4WD-Systems bestätigt. Der Start wird voraussichtlich Mitte 2027 auf Brasil erfolgen.
Das elektrifizierte Set basiert auf der Architektur, die bereits im Dacia Bigster, dem europäischen Äquivalent des Boreal, verwendet wurde. Das 48-V-Mild-Hybrid-System umfasst beim Europa-Modell einen 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbo-Verbrennungsmotor mit 140 PS vorne und einen Elektromotor mit 31 PS hinten, was zusammen 156 PS ergibt. Die 0,84-kWh-Batterie treibt den Elektromotor an und ermöglicht so einen reinen Elektrobetrieb bis zu 60 % der Zeit im Stadtverkehr mit Aufladung durch regeneratives Bremsen.
Renault passt diese Technologie an den brasilianischen Markt an. Der Boreal muss den 1.3 TCe Turbo-Flex-Vierzylindermotor verwenden, der 163 PS mit Ethanol und 156 PS mit Benzin leistet, verbunden mit dem automatisierten Sechsgang-EDC-Doppelkupplungsgetriebe. Durch die Hinzufügung des hinteren Elektromotors nähert sich die Gesamtleistung 180 PS, wobei ein hohes Drehmoment und eine verbesserte Effizienz erhalten bleiben.
Details zum Mild-Hybrid-System
Der hintere Elektromotor arbeitet mit zwei Gängen und der Möglichkeit der Entkopplung. Die Essa-Konfiguration ermöglicht bei Bedarf einen konventionellen 4×2-Vorderradantrieb, einen isolierten elektrischen Hinterradantrieb oder einen 4×4-Allradantrieb. Das System bietet zusätzliches Drehmoment bei niedrigen Geschwindigkeiten und simuliert eine reduzierte Funktion, um die Leistung auf unebenem Gelände zu verbessern.
Der 48-V-Akku ist kompakt und erfordert kein externes Aufladen. Ela speichert die beim Abbremsen erzeugte Energie und treibt den Elektromotor an, um den Verbrennungsmotor oder den rein elektrischen Antrieb zu unterstützen. Die Essa-Lösung steigert die Effizienz, ohne das Gewicht oder die Kosten des Fahrzeugs wesentlich zu verändern.
Vorteile der elektrischen 4×4-Traktion
Der Allradantrieb ohne mechanische Antriebswelle reduziert Komplexität und Gewicht im Vergleich zu herkömmlichen Systemen. Der hintere Elektromotor reagiert sofort auf die Haftungsanforderungen und verbessert die Stabilität auf rutschigem Untergrund oder leichtem Gelände. Im Stadtverkehr trägt der häufige Elektrobetrieb zu einem geringeren Verbrauch und reduzierten Emissionen bei.
Darüber hinaus bietet das System Vielseitigkeit. Das Fahrzeug wechselt je nach Fahrzustand zwischen den Traktionsmodi und optimiert so Leistung und Wirtschaftlichkeit. Renault entwickelt diese Technologie nicht nur für den Boreal, sondern auch für den Pickup Niagara, der 2026 zunächst mit 4×2- und 4×4-Nicht-Hybrid-Versionen auf den Markt kommt.
Anpassungen für den brasilianischen Markt
Die brasilianische Niederlassung arbeitet an der Anpassung des Sets an lokale Kraftstoffe. Der 1.3 TCe Flex-Motor zeichnet sich durch seine Kompatibilität mit Ethanol aus und sorgt für gute Leistung und Autonomie. Die Mild-Hybrid-Version soll Merkmale wie die bereits in der aktuellen Baureihe gelobte hohe Bodenfreiheit und Kofferraumkapazität beibehalten.
Tests am Europa validieren das System unter verschiedenen Bedingungen. Der entdeckte Prototyp verfügt über einen markanten Schutz am Heck zur Unterbringung des Elektromotors und einen seitlichen Abgasauslass, ähnlich dem, der in Turbokonfigurationen verwendet wird. Essas Modifikationen weisen auf eine Vorbereitung für die Massenproduktion hin.
Veröffentlichungsplan
Der Renault plant die Einführung der 4×4-Hybridversion im Jahr 2027. Antes Darüber hinaus fährt der Boreal mit konventionellen Motoren fort, darunter dem 163 PS starken 1.3 TCe Flex. Die Marke setzt auf diese Entwicklung, um ihre Präsenz im mittleren SUV-Segment zu stärken und den Anforderungen an Effizienz und Allradantrieb gerecht zu werden.
Die Entwicklung erfolgt parallel zu Niagara. Der Pickup kommt 2026 mit konventionellem Allradantrieb und einem 1,3-TCe-Motor auf den Markt und wird möglicherweise später eine Mildhybridisierung erhalten.
Der Renault Boreal Hybrid 4×4 stellt einen Durchbruch in der erschwinglichen Elektrifizierung dar. Das System kombiniert Leistung, Effizienz und Allradantrieb ohne große strukturelle Änderungen und positioniert den SUV so für den Wettbewerb in anspruchsvollen Märkten.

