Beispiellose Entdeckung in Israel: 400.000 Jahre alte Höhle beleuchtet komplexe vormenschliche Gesellschaft im Nahen Osten
Forscher in Israel haben die Entdeckung einer Höhle bekannt gegeben, die von menschlichen Vorfahren vor dem Neandertaler bewohnt wurde, was einen Zeitraum von 400.000 Jahren in der Geschichte offenbart. Diese archäologische Stätte ist eine der wenigen Stätten aus dieser wenig bekannten Epoche, die einer eingehenden wissenschaftlichen Untersuchung zugänglich sind.
Das Gebiet am Stadtrand von Fureidis, einer Stadt im Norden Israels, erregte die Aufmerksamkeit von Archäologen. Der Eingriff erfolgte, als die Höhle von einem Bauprojekt betroffen werden sollte, was den Anlass für die Untersuchung gab.
Zunächst gingen Experten in den 1970er Jahren davon aus, dass die Höhle bereits vor etwa 200.000 Jahren genutzt worden sein könnte. Die Informationen wurden kürzlich von Kobi Vardi, einem Archäologen der Israel Antiquities Authority, in einem Interview mitgeteilt.
Eine neue Analyse von Vardi und seinem Kollegen Ron Shimelmitz, außerordentlicher Professor für Archäologie an der Universität Haifa, deutete jedoch auf eine viel ältere Chronologie hin. Aktuelle Forschungen deuten darauf hin, dass die Stätte vor bis zu 400.000 Jahren besiedelt war.
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Zu diesem Schluss kam das Team, nachdem es mehrere Feuersteinwerkzeuge identifiziert hatte. Zu den gefundenen Artefakten gehörten Handäxte, Schaber und Klingen, allesamt charakteristisch für die Acheulo-Yabrudian-Kultur, eine Gruppe von Hominiden aus der Zeit vor dem Neandertaler, die zu dieser Zeit in der Region lebten.
Kobi Vardi zeigte sich überrascht über das Alter der Höhle und erklärte, dass die Enthüllung unerwartet sei. Er betonte, dass die Stätte vor 400.000 bis 250.000 Jahren von Angehörigen der acheulo-jabrudischen Kultur genutzt wurde, die das Levantegebiet, auch als Naher Osten bekannt, bevölkerte.
Bei der Erkundung der Höhle wurden neben Werkzeugen auch Tierknochen gefunden. Zu den Funden gehörten Arten wie Hirsche und Gazellen, die auf die damalige Fauna hinweisen.
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Diese Entdeckungen legen nahe, dass große Gemeinschaften von Hominiden in Höhlen lebten, wilde Tiere jagten und Feuer nutzten. Ron Shimelmitz, in an official statement, described this scenario as a “complex and rich camp”, indicating an advanced social organization for the time.
Trotz der Fülle an Artefakten wurden bis heute keine nennenswerten menschlichen Überreste gefunden. In den erforschten Höhlen aus dieser Zeit wurden keine direkten fossilen Überreste von Hominiden entdeckt.
Die Begegnung zwischen Mensch und Neandertaler in der Geschichte
Professor Shimelmitz betonte, dass die Höhle von Fureidis einen „einzigartigen Ort von globaler Bedeutung“ für die Archäologie darstelle. Er hält es für eine „Zeitkapsel“.
Diese Stätte stammt aus einem entscheidenden Moment im späten Unterpaläolithikum, der Zeit vor dem Aufstieg der Neandertaler und des modernen Menschen. Es war eine Phase, in der sich diese Arten noch nicht ausgebreitet hatten und in verschiedenen Regionen des Planeten dominant geworden waren.
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Der Forscher stellte außerdem fest, dass archäologische Stätten, die diese wichtige Phase in Israel und der Levante dokumentieren, selten sind. Die meisten der wenigen bekannten Websites sind für eine eingehendere Recherche schwer zugänglich.
Angesichts der Relevanz der Entdeckung legte das Team die Ergebnisse dem für die Arbeiten verantwortlichen Bauunternehmen vor. Aus diesem Grund wurde im Rahmen des Projekts eine Straßenbrücke adaptiert, um die Höhle zu schützen und den Zugang für zukünftige archäologische Untersuchungen zu gewährleisten.
Vardi sagte, dass die Forscher vor Ort umfassende Studien planen. Es wird erwartet, dass sich die nächsten Forschungsphasen über mehrere Jahre erstrecken werden.
Er äußerte großen Optimismus hinsichtlich der nächsten Schritte und erklärte, dass die Hoffnung bestehe, bei künftigen Ausgrabungen Hominin-Überreste zu finden. Die Suche nach diesen Überresten ist ein zentrales Ziel des Teams.
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Die Bedeutung der Entdeckung für das Verständnis der menschlichen Evolution
Armando Falcucci, Professor für paläolithische Archäologie an der University of Southampton, der nicht an der Forschung beteiligt war, erklärte, dass die Entdeckung das Wissen über eine oft vernachlässigte Phase der Menschheitsgeschichte erweitert. Er betonte, dass die Stätte von großem Wert sei, da sie eine entscheidende Zeit des Verhaltens- und Technologiewandels sowohl in Afrika als auch in Eurasien beleuchtet, einschließlich des Übergangs zur häufigen und zentralisierten Nutzung von Höhlen als Siedlungen.
Falcucci betonte, dass Hinweise auf Höhlenablagerungen aus dieser Zeit in der Region äußerst selten seien, was die Entdeckung umso bedeutsamer mache. Der Übergang zum gewohnheitsmäßigen und kontrollierten Einsatz von Feuer ist ein verhaltensbezogener Meilenstein in der menschlichen Evolution, der an Stätten dieser Art archäologisch sichtbar wird.
Another expert, Catriona Pickard, professor of prehistory and archeometry at the University of Edinburgh, also not involved in the study, reinforced the impact of the discoveries. Sie erklärte, dass die Beweise wertvolle Informationen über die materielle Kultur und den Lebensstil der frühen Hominiden liefern und das Verständnis des Unterpaläolithikums in der Levante neu definieren könnten.
















