Das Update der KTM 790 Duke in Europa steigert nach Vereinbarung mit Bajaj die Erwartungen für die Ankunft in Brasilien
Die KTM-Landschaft hat sich in den letzten Monaten erheblich verändert, da der indische Hersteller Bajaj nach der Konsolidierung seiner Anteile die volle Kontrolle über die österreichische Marke übernommen hat. Diese Umstrukturierung in Europa hatte direkte Auswirkungen auf den brasilianischen Markt, wo Bajaj do Brasil nun die Geschäfte von KTM leitet. Darüber hinaus wurde die Einführung der Adventure-Modelle 390 und 790 im Land bestätigt.
Parallel zu diesen Bewegungen brachte KTM die neue 790 Duke 2027 auf dem europäischen Kontinent auf den Markt. Dieses Sportmotorradmodell ohne Verkleidungen hat wichtige Verbesserungen erfahren. Ein entscheidendes Detail für Brasilien ist die Wartung des 790-Motors, der auch die Adventure antreibt und dessen Zulassung in unserem Gebiet bereits garantiert ist. Diese strategische Ausrichtung, die die Import- und Anpassungskosten durch die gemeinsame Nutzung von Teilen und Zertifizierungen senkt, erhöht die Chancen des Unternehmens unter Bajajs neuer Führung erheblich, den Verkauf der nackten Duke-Linie auf dem nationalen Markt wieder aufzunehmen.
Das 2018 erstmals vorgestellte und derzeit in China produzierte Motorrad 790 Duke hat nun sein umfassendstes Facelift erfahren. Der in Österreich ansässige Hersteller hat nicht nur ein völlig neu gestaltetes Erscheinungsbild eingeführt, das seine Versionen mit größerem Hubraum widerspiegelt, sondern auch die Ergonomie, das Federungssystem und die Bremsen des Fahrzeugs gründlich überarbeitet.

Neuer Stil und verbesserter Komfort
In puncto Ästhetik übernimmt die kürzlich eingeführte KTM 790 Duke 2027 Merkmale, die sie den kühneren Linien der Modelle 990 Duke und 1390 Super Duke R näher bringen. Der Scheinwerfer mit LED-Technologie, eines seiner markantesten Elemente, präsentiert sich nun äußerst aggressiv und vermittelt durch ein intelligentes Design den Eindruck, vor dem Motorrad zu „schweben“. Außerdem wurde das Gewicht des Verkleidungssatzes dieses Naked Bikes mit mittlerem Hubraum um 2 kg reduziert. Ein Kraftstofftank aus Stahl mit einem Fassungsvermögen von 13,5 Litern wurde so gestaltet, dass er einen niedrigeren oberen Abschluss aufweist, was eine engere Passform für die Knie des Fahrers ermöglicht und die Agilität bei schnellen Richtungswechseln erleichtert.
Der Mittelmotor bleibt der bekannte LC8c-Reihenzweizylinder mit 799 cm³. In seiner maximalen Leistungskonfiguration liefert dieser Motor 105 PS und ein Drehmoment von 8,9 kgfm. Um die strengen Abgasnormen Euro 5+ zu erfüllen, wurde eine neue Abgasanlage implementiert. Der Schalldämpfer wiederum wird jetzt mit einem speziellen Wickelverfahren hergestellt, das die Sichtbarkeit der Schweißnähte minimiert.
Verbesserungen an Federung und Bremssystem
KTM betont, dass die bemerkenswerteste Entwicklung im WP-Fahrwerkssatz zu finden ist, der erheblich aktualisiert wurde. Der 43-mm-Durchmesser ermöglicht die Einstellung von Rücklauf und Komprimierung in fünf Sätzen, da die Regler bequem in der Nähe der Tampas positioniert sind. Der Federweg des hinteren Stoßdämpfers wurde um 5 mm erhöht und bietet eine manuelle Einstellung der Federvorspannung sowie fünf Einstellpositionen für die Zugstufe. Ab Werk ist das Motorrad mit Pirelli Diablo Rosso IV-Reifen ausgestattet, die für ihre Leistung bekannt sind.
Eine große Neuerung gibt es bei den Vorderradbremsen. Zum ersten Mal integriert KTM ein Radialsystem, das vollständig von WP, einem Unternehmen derselben Gruppe, entwickelt wurde. Zwei schwimmend gelagerte 300-mm-Bremsscheiben, gekoppelt mit Vierkolben-Radialsätteln, sorgen zusammen mit einer Radialbremspumpe für eine hohe Verzögerungsleistung. Die Ingenieure versprechen eine lineare Modulation ohne den abrupten Anfangsstoß, was insbesondere bei Fahrten in der Stadt tendenziell die Sicherheit und das Vertrauen des Fahrers erhöht.
Modernes digitales Panel und optimierte Funktionen
Sobald der Fahrer den Lenker übernimmt, findet er einen neuen 5-Zoll-TFT-Bildschirm vor, der aus Verbundglas und einer Antireflexbeschichtung besteht. Die Menünavigation wurde vereinfacht und erfordert weniger Schritte, um wichtige Anpassungen vorzunehmen. Für Streckenbegeisterte bietet der Track-Modus eine prägnantere Telemetrieansicht, in der nur Neigungswinkel, Beschleunigungswerte und Rundenzeiten angezeigt werden. Ein Vorteil für Verbraucher: KTM hat beschlossen, ab diesem Modell den Demomodus für Softwarefunktionen zu streichen, eine Funktion, die zu Kontroversen geführt hat.
















